Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.335,68
    +49,11 (+0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.527,79
    +16,85 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    29.910,37
    +37,90 (+0,13%)
     
  • Gold

    1.788,10
    -23,10 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,1970
    +0,0057 (+0,4788%)
     
  • BTC-EUR

    14.950,66
    +241,01 (+1,64%)
     
  • CMC Crypto 200

    333,27
    -4,23 (-1,25%)
     
  • Öl (Brent)

    45,53
    -0,18 (-0,39%)
     
  • MDAX

    29.374,63
    +228,52 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.128,52
    +43,04 (+1,39%)
     
  • SDAX

    13.835,35
    +136,47 (+1,00%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.367,58
    +4,65 (+0,07%)
     
  • CAC 40

    5.598,18
    +31,39 (+0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.205,85
    +111,44 (+0,92%)
     

Hans Peter Stihl: Merz hat Recht mit „Grottenschlecht“-Kritik an Bundesregierung

Nachholbedarf der CDU in der Wirtschafts- und Steuerpolitik, Linksschwenk der SPD: Ex-Wirtschaftsführer Stihl übt scharfe Kritik an der Arbeit der Koalition

Der Ex-Wirtschaftsführer schließt sich der Groko-Kritik von Friedrich Merz an. Foto: dpa
Der Ex-Wirtschaftsführer schließt sich der Groko-Kritik von Friedrich Merz an. Foto: dpa

Ex-Wirtschaftsführer Hans Peter Stihl hat auch zu seiner aktiven Zeit nie ein Blatt vor den Mund genommen. Er appellierte immer für intelligenten wirtschaftlichen Sachverstand bei politischen Entscheidungen. Der 87-jährige Unternehmer hat sich jetzt mit harscher Kritik an der Regierung zu Wort gemeldet.

„Die CDU hat dringenden Nachholbedarf in Bezug auf marktwirtschaftliche Wirtschafts- und Steuerpolitik. Wenn die Partei dies nicht erkennt, dann wird sie bei der nächsten Bundestagswahl eine weitere schwere Niederlage einfahren“, sagte Stihl der Deutschen Presse-Agentur.

Bei Wirtschaftsfragen teilt er ausdrücklich die Ansicht von Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU), das Erscheinungsbild der Koalition sei „grottenschlecht“. Wenn Merz mit seiner Kritik auch auf die Wirtschaftspolitik der CDU angespielt habe, habe er nicht unrecht.

„Er hat den Finger in die richtige Wunde gelegt“, sagte Stihl. Es brauche eine Unternehmensteuerreform, um Familienunternehmen wettbewerbsfähiger zu machen. Wenn Kanzlerin Angela Merkel so weitermache, „dann muss sich die CDU warm anziehen bei der nächsten Bundestagswahl“.

Als Unternehmer machte Stihl seinen Motorsägenhersteller aus Waiblingen groß. Er hat sich zwar 2002 aus der Geschäftsführung zurückgezogen, doch im Ruhestand ist er nicht. So kommt er noch regelmäßig ins Büro und testet jedes neue Gerät des Unternehmens persönlich auf seiner Jagd in der Nähe der Schweizer Grenze.

Von 1988 bis 2001 war Stihl Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Der Familienunternehmer war lange Jahre parteilos. Inzwischen hat er aber eine Vorliebe für die Freien Demokraten entwickelt und ist in die Partei eingetreten.

Für den Linksschwenk des GroKo-Regierungspartners SPD unter dem aufstrebenden jungen Parteivize Kevin Kühnert hat Stihl nur bissigen Spott übrig: „Der Schreihals Kühnert wird die Partei vollends fertigmachen.“

Mehr: Friedrich Merz hat die Arbeit der Bundesregierung scharf kritisiert – und den Nerv vieler Bürger getroffen. Vom CDU-Parteitag in Leipzig musste nun ein Signal ausgehen.