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Schlechte Stimmung unter Neugründern? Erstmals seit drei Jahren geht die Zahl neuer Startups zurück

Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein – scheinen sich mehr und mehr Gründerinnen und Gründer in Deutschland zu fragen. - Copyright: Westend61/ Getty
Soll ich's wirklich machen oder lass ich's lieber sein – scheinen sich mehr und mehr Gründerinnen und Gründer in Deutschland zu fragen. - Copyright: Westend61/ Getty

Erstmals seit 2019 geht die Zahl der Startup-Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr zurück. So lautet das Ergebnis eines aktuellen Reports vom Bundesverband Deutsche Startups in Zusammenarbeit mit dem Informationsdienst Startupdetector. Während 2021 zwischen Juni und Dezember 1618 neue Firmen in den deutschen Handelsregistern registriert worden sind, waren es im ersten Halbjahr 2022 nur noch 1508. Das sind sieben Prozent weniger.

Die Herausgeber der Studie „Next Generation – Startup-Neugründungen in Deutschland“ sehen den Grund für diesen Dämpfer im Kontext der aktuellen, globalen Krisen, die offenbar Gründern die Lust und den Mut nehmen, ein eigenes Unternehmen zu starten. Trotzdem, heißt es weiter, gehe der langfristige Trend schon noch weiter nach oben: Schließlich sei die Zahl der Neugründung im ersten Halbjahr 2022 immer noch höher als die im gleichen Zeitraum 2019.

Health überholt Software

Was die Branchen der Neugründungen angeht, zeichnet sich laut des Reports ein neuer Trend ab: Hier liegen nicht mehr wie bisher Softwareunternehmen vorne, die meisten neuen Startups tummeln sich im Gesundheitswesen. 17 Prozent aller Neugründungen lassen sich in den Bereich Health sortieren. Im Bereich Umwelt- und Klima-Tech ließ die Gründungsaktivität hingegen sichtbar nach. „Die aktuelle Krise im E-Commerce-Sektor wird auch im deutlichen Rückgang der Gründungsaktivität sichtbar“, schreibt der Startup-Verband.

Die Studie beleuchtet außerdem, welche Regionen Deutschlands besonders attraktiv für Gründer sind. Wenig überraschend dominieren nach wie vor Berlin und München. Fast ein Drittel aller neu gegründeten Startups haben ihren Sitz in einer der beiden Metropolen. Aber auch Universitätsstädte wie Aachen, Heidelberg und Karlsruhe wiesen eine überdurchschnittliche Gründungsaktivität auf, heißt es in dem Report. „Die bemerkenswerten Gründungsaktivitäten um deutsche Hochschulen zeigen, welch gewaltiges Potenzial unsere Forschungslandschaft darstellt“, kommentiert dies Magdalena Oehl, stellvertretende Vorsitzendes des Startup-Verbandes. „Diese Chancen müssen wir nutzen!“