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Sanierung von Süßwarenhändlern Arko, Eilles und Hussel erfolgreich

·Lesedauer: 2 Min.

WAHLSTEDT (dpa-AFX) - Gut neun Monate nach der Insolvenz ist die Sanierung der Süßwarenhändler Arko, Eilles und Hussel geglückt. Das Amtsgericht Norderstedt hob die Insolvenzverfahren für die Arko GmbH, die Hussel GmbH sowie die J. Eilles GmbH & Co. KG auf. Rund 300 Filialen mit 1300 Beschäftigten sind gerettet, wie aus einer Mitteilung der Deutschen Confiserie Gruppe vom Donnerstag im holsteinischen Wahlstedt hervorgeht. Neben dem Filialgeschäft will die Gruppe künftig noch stärker im Lebensmitteleinzelhandel und im Onlinegeschäft vertreten sein. Bislang ist sie mit rund 4000 Verkaufsstellen im stationären Einzelhandel und in Bäckereien präsent.

"Wir sind sehr froh, dass wir das Restrukturierungsverfahren nun mit Erfolg beendet und unser Unternehmen mit Blick auf den langfristigen und nachhaltigen Erfolg neu aufgestellt haben", sagte der Chef der Unternehmensgruppe, Patrick G. Weber. Nicht betroffen von dem Insolvenzverfahren war die Marke Eilles. Sie gehört der Kaffee-Gruppe Darboven. Die neben Arko und Hussel unter dem Dach der Gruppe geführte Handelskette Eilles ist Lizenznehmerin der Marke.

Die Süßwarenhändler verdanken die Sanierung im wesentlichen frischem Geld des alleinigen Investors Paul Morzynski, der 2014 bei Arko eingestiegen war. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus Hannover ist auch als Investor beim Grand Hotel Heiligendamm an der Ostsee bekannt. "Ich bin der Überzeugung, dass kundenorientierter Einzelhandel eine erfolgreiche Zukunft vor sich hat", sagte Morzynski. "Die Deutsche Confiserie Gruppe geht gestärkt und mit einer klaren Vision aus der Sanierung hervor." 2016 hatte Arko von Darboven die Fachgeschäfte der Marke Eilles und 2018 die Süßwarenkette Hussel übernommen.

Der Rechtsanwalt Rainer Eckert, der das Insolvenzverfahren begleitet hat, sagte: "Wir sind froh, dass wir das bundesweit erste Covid-Schutzschirmverfahren zu einem erfolgreichen Abschluss führen konnten und sind überzeugt, eine langfristige Lösung für alle Beteiligten geschaffen zu haben." Das Insolvenzverfahren war nach dem Antrag Mitte Januar in Eigenverwaltung über die Bühne gegangen. Diese, nur für aussichtsreiche Fälle vorgesehene Spielart des Insolvenzrechts ermöglicht es dem bisherigen Management, Unternehmen unter Aufsicht eines Sachwalters selbst weiter zu führen.

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