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ROUNDUP: Fernbahnhof Hamburg-Altona 2027 Geschichte - Bauarbeiten beginnen

·Lesedauer: 3 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Der traditionsreiche Kopfbahnhof Hamburg-Altona soll in knapp sechs Jahren Geschichte sein. Dann wird der Fernbahnhof zur zwei Kilometer nördlich gelegenen S-Bahnstation Diebsteich verlegt, wo bis 2027 ein neuer Durchgangsbahnhof für den Fernverkehr entstehen soll. Die Bauarbeiten für das voraussichtlich 548 Millionen Euro teure Projekt wurden am Montag symbolisch gestartet.

"Die Verlegung des Bahnhofs Altona hat Auswirkungen weit über Hamburg hinaus", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann. "Sie bringt Verbesserungen für Bahnreisende in ganz Deutschland." Deutsche-Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla sprach von einem "wichtigen Puzzlestück für den Deutschlandtakt". Damit ist der Plan gemeint, bis 2030 die Züge zwischen den größten Städten im Halbstundentakt fahren zu lassen.

Die Kosten des Projektes haben sich gegenüber den ursprünglichen Planungen um rund 180 Millionen Euro erhöht. Begründet wird dies unter anderem mit einem zweijährigen, gerichtlich verfügten Baustopp, den der Verkehrsclub VCD 2018 wegen planerischer Mängel durchgesetzt hatte. Die VCD-Klage kam erst 2020 vom Tisch, als sich Bahn, Stadt Hamburg und VCD in einem Vergleich auf Nachbesserungen geeinigt hatten. Eine zentrale Zusage war dabei, dass der neue Bahnhof in der Spitze 31 statt 25 Züge pro Stunde bewältigen können soll. Auch dies hat nach Bahnangaben die Projektkosten in die Höhe getrieben.

Altona ist nach dem Hauptbahnhof der zweitgrößte der fünf Fernbahnhöfe in Deutschlands zweitgrößter Stadt. Statt des bisherigen Kopfbahnhofs entsteht nun ein Durchgangsbahnhof. Die Autoreisezuganlage, die ebenfalls in Altona zu Hause ist, wird parallel ebenfalls verlegt, und zwar an die S-Bahn-Station Elbgaustraße im Stadtteil Eidelstedt. Der unterirdische S-Bahnhof Altona soll am alten Standort bleiben. Ab 2027 sollen am neuen Bahnhof 380 Züge pro Tag zusätzlich halten, 25 Prozent mehr als heute.

"Zudem werden die Verbindungen schneller, weil der neue Durchgangsbahnhof im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof zu deutlicher Zeitersparnis und so pünktlicheren Zügen führt", verspricht die Deutsche Bahn. Langfristig soll das Fahrgastaufkommen 50 Prozent über dem am alten Bahnhof liegen. "So treiben wir die Mobilitäts- und Klimawende weiter voran", sagte Pofalla.

Auf dem Areal des alten Bahnhofs werden 138 000 Quadratmeter frei, das entspricht der Größe von fast 20 Fußballfeldern. Geplant wird dort mit 1900 neuen Wohnungen sowie einem Park. Mit benachbarten neuen Quartieren auf Flächen des stillgelegten Güterbahnhofs und dem Gelände der Holsten-Brauerei bildet das Revier die neue "Mitte Altona" mit insgesamt rund 4800 neuen Wohnungen. Hamburg benötigt dringend neuen Wohnraum, weil die Stadt seit vielen Jahren stetig wächst. Selbstgestecktes Ziel sind 10 000 neue Wohnungen pro Jahr.

Am neuen Bahnhof soll unter der Regie der Stadt mit zwei Gebäuden von 58 und 76 Metern Höhe Platz für Hotels und Büroräume entstehen, dazu kommt ein Parkhaus für 300 Pkw und 600 Fahrräder. "Der neue Bahnhof setzt im Hamburger Westen ein modernes und repräsentatives Zeichen für moderne Stadtentwicklung und klimafreundlichen Schienenverkehr", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher.

Parallel zu den Bauarbeiten am Diebsteich wird in Hamburg an der neuen S-Bahnlinie S4 gearbeitet, die ebenfalls 2027 Altona mit Bad Oldesloe im schleswig-holsteinischen Kreis Stormarn verbinden soll - ein knapp 1,9 Milliarden Euro teures Projekt. Zudem hatte Verkehrs-Staatssekretär Ferlemann einen neuen, rund drei Milliarden Euro teuren S-Bahn-Tunnel ins Spiel gebracht, der ab Mitte der 30er Jahre den chronisch überlasteten Hauptbahnhof entlasten könnte und ebenfalls an den neuen Bahnhof am Diebsteich angebunden würde.

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