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ROUNDUP: Britische Regierung gespalten über schärfere Maßnahmen gegen Omikron

·Lesedauer: 2 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Die Debatte über strengere Corona-Regeln im Kampf gegen Omikron spaltet Berichten zufolge die britische Regierung. Ohne schärfere Maßnahmen drohen dem britischen Expertenrat Sage zufolge allein in England 3000 Krankenhauseinweisungen pro Tag und die Überlastung des Gesundheitssystems. Mehrere Regierungsmitglieder, darunter Finanzminister Rishi Sunak, zweifeln jedoch laut "Times" (Montag) die wissenschaftlichen Prognosen an und sprechen sich gegen deutlich striktere Maßnahmen aus.

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante scheint es unausweichlich, dass zeitnah nachgeschärft werden muss. Doch um das Wann und Wie wird derzeit gerungen. Die möglichen Optionen reichen von Empfehlungen, Kontakte zu beschränken, bis hin zu Obergrenzen für private Treffen und Sperrstunden. Mehrere Minister wollten auf Nachfrage zuletzt nicht mehr ausschließen, dass noch vor Weihnachten Verschärfungen kommen könnten. Am Montagnachmittag sollte das britische Kabinett beraten.

Premierminister Boris Johnson mangelt es derzeit an politischer und moralischer Autorität, um konsequente Maßnahmen zu verteidigen. Einerseits rebellierten erst kürzlich bei einer vergleichsweise moderaten Verschärfung schon fast 100 Abgeordnete seiner eigenen Partei, weil sie die Einführung von 3-G-Nachweisen für Clubs und Großveranstaltungen als Eingriff in britische Freiheiten ansehen. Andererseits steht Johnson wegen mehrerer mutmaßlicher Lockdown-Partys in der Downing Street in der Kritik.

In England und Schottland hat sich Omikron innerhalb weniger Wochen zur vorherrschenden Variante durchgesetzt. Mit mehr als 93 000 bestätigten Corona-Neuinfektionen erlebte Großbritannien Ende der Woche einen neuen Höchststand, tatsächlich sollen sich aber täglich Hunderttausende infizieren.

In London, wo Omikron bereits rund 80 Prozent der Fälle ausmacht, fehlen in Krankenhäusern bereits Hunderte Beschäftigte. Bildungsminister Nadhim Zahawi rechnet auch in Schulen mit hohen Personalausfällen - und ruft Lehrerinnen und Lehrer im Ruhestand auf, sich zu melden. Alle, die sich imstande fühlten, zu helfen, sollten sich jetzt auf einer entsprechenden Internetseite registrieren, um die "Störungen durch das Virus im neuen Jahr" zu reduzieren, berichtete der Sender Sky News am Montag. Einige Schulen bereiten sich schon wieder auf Online-Unterricht vor.

Deutschland hat die Einreise aus Großbritannien drastisch beschränkt und die Insel erneut zum Virusvariantengebiet erklärt. Rückkehrer müssen 14 Tage in Quarantäne, egal ob geimpft oder ungeimpft. Außerdem dürfen nur noch Deutsche und Menschen, die in Deutschland leben, aus Großbritannien einreisen.

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