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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Anleger bleiben optimistisch

·Lesedauer: 4 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Tag eins nach der weiter offenen US-Wahl unverändert in starker Form präsentiert. Der Dax <DE0008469008> beendete den Handel am Donnerstag mit einem kräftigen Aufschlag von 1,98 Prozent auf 12 568,09 Punkte. Damit schloss er nur knapp unter seinem kurz zuvor erreichten Tageshoch.

Die hohen Verluste aus der vergangenen Woche, als neue Corona-Lockdowns beschlossen wurden, sind damit so gut wie aufgeholt. Seit seinem Tief am vergangenen Freitag bei 11 450 Zählern hat der deutsche Leitindex schon wieder mehr als 1100 Punkte gewonnen. Der MDax <DE0008467416> der 60 mittelgroßen Werte legte am vorletzten Handelstag der Woche um 0,95 Prozent auf 27 498,94 Punkte zu.

Obwohl immer noch nicht klar ist, wer der nächste US-Präsident sein wird, blieben die Anleger entspannt. Die Chancen für Herausforderer Joe Biden sind derzeit etwas größer als die des amtierenden Präsidenten Donald Trump. Nach Abschluss der Auszählungen drohen allerdings juristische Auseinandersetzungen. Vor allem wenn die Republikaner die Mehrheit im Senat behielten, könnten die Anleger mit Biden als neuem Präsidenten durchaus gut leben, kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axi das optimistische Verhalten der Anleger. Zeitnah dürften zudem neue Konjunkturmaßnahmen kommen, egal unter welchem Präsidenten, sagte er. Außerdem dürfte sich der US-chinesische Handelskonflikt etwas entschärfen. Der Blick gehe nach vorne.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann 1,72 Prozent auf 3215,56 Zähler und auch in Paris ging es deutlich nach oben. In London indes fiel das Plus deutlich moderater aus. Gelassenheit nach der US-Wahl demonstrierten zudem die Anleger in den USA. Nach kräftigen Vortagesgewinnen stieg der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss um 2,0 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes legten sogar noch etwas deutlicher zu.

Hierzulande setzte sich die Berichtssaison mit zahlreichen Quartalsbilanzen fort und sorgte für Bewegung in Einzelwerten. Die Zahlen von HeidelbergCement <DE0006047004> sorgen für eine Berg- und Talfahrt der Aktien. Bei Analysten kam das Zahlenwerk einerseits sehr gut an. Andererseits sorgen sie sich um die Nachhaltigkeit der starken Geschäftsentwicklung. Die Aktien gewannen letztlich 1,3 Prozent.

Die Titel von Munich Re <DE0008430026> sanken am Dax-Ende nach Quartalszahlen dagegen um 3,3 Prozent. Der Rückversicherers will nach wie vor keine Gewinnprognose für 2020 geben. Das machte Linde <IE00BZ12WP82> anders: Der Industriegaskonzern kam bisher besser als erwartet durch die Corona-Pandemie und hob nun seine Jahresziele an. Die Aktien legten um 5,7 Prozent zu.

An der Dax-Spitze setzten die Titel des Krisengewinners und Essenslieferanten Delivery Hero <DE000A2E4K43> ihren Siegeszug mit erneuten Kursrekorden fort. Mit einem Plus von 8,1 Prozent gingen sie letztlich aus dem Tag. Im Jahresverlauf ist Delivery der mit Abstand am besten gelaufene Wert im Leitindex mit einem Kursgewinn von fast 63 Prozent, während beim Dax ein Verlust von rund 5 Prozent zu Buche steht. Dabei hat das Unternehmen bisher noch nicht in die schwarzen Zahlen gefunden und das wird ihm auch in diesem Jahr nicht gelingen.

Im MDax landeten die Commerzbank-Aktien <DE000CBK1001> nach vorgelegten Quartalszahlen mit minus 5,8 Prozent auf dem vorletzten Platz. Die Index-Spitze nahmen die Papiere von ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> mit plus 8,9 Prozent ein. Die Werbeerlöse des Medienkonzerns erholen sich allmählich wieder und ProSieben gelang die Rückkehr zu schwarzen Zahlen.

Einen Kursaufschlag von 6,3 Prozent verzeichnete zudem im Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386> die Aktie des IT-Dienstleisters S&T <AT0000A0E9W5>, der seine Prognose nach oben schraubte. Bös erwischte es hingegen Wacker Neuson <DE000WACK012>, nachdem der Hersteller von Baugeräten seine mittelfristigen Ziele verschob: Die Anteile sackten um 5,0 Prozent ab.

Der Euro <EU0009652759> wurde am frühen Abend mit 1,1828 US-Dollar gehandelt Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,1855 (Mittwoch: 1,1721) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8435 (0,8532) Euro. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,65 Prozent am Vortag auf minus 0,64 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> sank um 0,04 Prozent auf 146,64 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> verlor am Abend 0,01 Prozent auf 176,32 Punkte./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---