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Robo-Advisor im Kosten-Vergleich: Lohnt sich diese Geldanlage?

Lohnen sich Robo-Advisor? Eine Studie von Evergreen gibt Einblicke in die Gebühren und Performance der digitalen Helfer.  - Copyright: Malte Mueller / Getty Images
Lohnen sich Robo-Advisor? Eine Studie von Evergreen gibt Einblicke in die Gebühren und Performance der digitalen Helfer. - Copyright: Malte Mueller / Getty Images

Ein Robo-Advisor soll Anlegern bei der Geldanlage helfen. Dabei handelt es sich um ein algorithmenbasiertes System, das automatische Empfehlungen zur Vermögensanlage gibt und diese auch umsetzt. Es gibt einige Banken und Vermögensverwalter, die einen Robo-Advisor anbieten.

Häufig geraten die digitalen Anlagehelfer jedoch wegen ihrer hohen Kosten und dafür eher durchschnittlichen Performance in Kritik. Ob diese Kritik gerechtfertigt ist, prüft Evergreen jährlich im Rahmen einer Studie. Dabei schaut sich das Fintech neben der generellen Marktentwicklung auch die Kosten sowie die Performance des Robo-Advisory-Markts an.

Wie hoch sind die Gebühren von Robo-Advisor?

Bei der Auswertung für 2023 fällt auf: vor allem die Servicegebühr kann bei einem Robo-Advisor hoch sein. "Das ist dahingehend interessant, dass der eigentliche Service der meisten Robo-Advisor hauptsächlich die Bereitstellung von Fremdprodukten wie ETFs ist, die auch eigenständig gekauft werden könnten", heißt es in der Studie.

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Zusätzlich entlohne die Servicegebühr auch die Programmierung und Wartung einer App sowie die Bereitstellung eines Kundenservice. "Eine Gebühr für die Vermögensverwaltung und das Interface ist gerechtfertigt. Die Höhe der Servicegebühr, die deutlich teurer als das zugrunde liegende Produkt ist, ist stattdessen fraglich", heißt es weiter.

Die Robo-Advisor im Vergleich

Der Vergleich zeigt: Anleger, die auf Robos setzen, zahlen häufig mehr, als Investoren, die ihre ETF- oder Aktienwahl selbst treffen - womit sich die Frage stellt: Lohnen sich die Kosten? "Betrachten wir ausschließlich das Jahr 2023 konnten viele Robo-Advisor durch eine sehr positive Performance überzeugen", heißt es in der Studie.

Wie performten Robo-Advisor 2023?

Auf den ersten Blick sticht in der Studie die Anlagestrategie von Estably mit einer Performance von über 24 Prozent heraus. Die Strategie basiert auf der Auswahl von Einzeltiteln. Jedoch sei die Strategie auch mit sehr hohen Risiken verbunden, so die Analysten. Mit einigem Abstand folgen die Anlagestrategien von Evergreen. Auch die Strategie des Anbieter Warburg wies im Jahr 2023 ein gutes Rendite-Risiko-Profil auf. Negativ fielen laut der Studie die Rendite-Risiko-Profile der Anbieter ginmon, Smavesto, vividam und Scalable Capital auf. Jedoch sei ein solcher Vergleich über einen Zeitraum von einem Jahr nur bedingt aussagekräftig, so die Analysten.

Schaut man sich den Vergleich über drei Jahre an, kommt es zu einer Verdichtung der Strategien und die Volatilität gleicht sich an. Es zeigt sich, dass Anbieter, die 2023 positiv hervorgestochen sind, wie Estably, investify, Warburg Navigator und die hohen Risikoklassen der Evergreen-Strategien in den Vorjahren deutlich risikoreicher aufgestellt waren als andere Anbieter und daher auch stärkere Drawdowns ausgebildet haben.

Im Gegenteil konnten Anbieter wie Inyova, quirion und VisualVest, aber auch die niedrigen Risikoklassen der Evergreen-Strategien und Anbieter wie cominvest und Robin die Drawdowns deutlich reduzieren. Diese Risiko-Reduzierung führte zu einem deutlichen Rendite-Abschlag in 2023. Im Vergleich zu den marktbreiten Portfolios ergibt sich jedoch ein besseres Rendite-Risiko-Profil.

Betrachtet man die Rendite über die gesamte verfügbare Laufzeit, zeigt sich, dass Estably, obwohl sie 2023 die höchste Performance aufwiesen, langfristig ein deutlich negativ abweichende Rendite-Risiko-Profil zu den anderen Robo-Advisor aufweisen. Auch die Anbieter fintego, Whitebox und fintego weichen leicht negativ ab, während Anbieter wie quirion, cominvest, Robin und VisualVest ein positives Rendite-Risiko-Profil aufweisen.