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Rewe will Umweltbewusstsein zeigen – und endet im Shitstorm

Tomas Soucek
Freier Autor

Die Supermarktkette Rewe hat ihr grünes Herz entdeckt und will das in einer neuen Werbung deutlich machen. Auf einem Prospekt ist eine Anzeige zu sehen, in der Rewe erklärt, was der Markt gegen Plastikmüll unternimmt. Plastikflaschen werden etwa ganz vorbildlich recycelt. Doch ein Twitter-Nutzer sah genauer hin – und entdeckte ein Detail, was die ganze Aussage unglaubwürdig macht.

Supermarktketten werben immer noch gerne mit Prospekten. (Bild: Getty Images)

Rewe will sich in seinem neuen Werbeprospekt naturnah und umweltbewusst geben und erklärt sein Recycling-Modell für Plastikflaschen. “Wir tun was gegen Plastikmüll” lautet die selbstbewusste Botschaft. So weit, so gut. Doch manchmal steckt der Teufel eben im Detail.

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Die Botschaft kommt schlecht an

Es dauerte nicht lange, bis ein User auf Twitter ein Bild postete, das die Werbebotschaft Rewes dem Hohn preisgab.

Genau zu erkennen: Der Werbeprospekt ist in einer Plastikhülle verpackt. Klar, dass daraufhin viele User Kommentare abgaben und Rewe anprangerten.

Zwiebeln in Plastik

Die Follower posteten fröhlich weitere Beispiele der Plastikverschwendung, wie zum Beispiel folgenden Beitrag:

Oder diesen:

Oder diesen:

Dutzende weitere Beispiele sind zu finden. Die Bilder belegen, dass die Kampagne zur Müllvermeidung offenbar nicht die Realität wiedergibt.

Heiße Luft: Auch hier ging die Werbung nach hinten los

Plastikprospekte schon länger ein Problem

Rewe ist nicht die einzige Kette, die ihre Werbeprospekte in Plastik gehüllt verteilen lässt. Die eingeschweißten Werbebeilagen sind schon länger in der Kritik. Auch, weil viele Verbraucher sie mit der Plastikfolie über das Altpapier und damit nicht sachgemäß entsorgen.

Rewe hat bislang nicht auf die Kritik reagiert.

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