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Regulierungs-ECHO: Bitcoin und das Helikoptergeld

Phillip Horch

Während die russische Zentralbank laut über ein Bitcoin-Verbot nachdenkt, schlägt Simbabwe krypto-freundlichere Töne an. Derweil überschüttet Trump die US-Bevölkerung mit Helikoptergeld und ein selbsternannter Bitcoin-Erfinder muss tief in die Tasche greifen. Das Regulierungs-ECHO.

Willkommen zum Regulierungs-ECHO. Alles, was in der vergangenen Woche beim Thema Recht, Bitcoin und Regulierung passiert ist.

Russische Notenbank fordert Bitcoin-Verbot

Seit zwei Jahren versucht Russland, der Mammutaufgabe Krypto-Regulierung Herr zu werten. Dabei schwankte das Land in der Vergangenheit immer wieder zwischen Verbot und Legalisierung. Wie es aktuell aussieht, könnte es wieder in die negative Richtung schlagen – zumindest wenn es nach der russischen Zentralbank geht.

Simbabwe: Zentralbank will Kryptowährungen regulieren

In Simbabwe herrscht alles andere als ein ausgeglichenes wirtschaftliches Klima. Die Politik der Notenbank hat die landeseigene Währung nahezu zu Grunde gerichtet, was sich in der aktuellen wirtschaftlichen Misslage nicht unbedingt verbessern dürfte. Wenigstens in Sachen Bitcoin-Regulierung gibt es nun jedoch einen Lichtblick. So hat sich die Zentralbank des Landes dazu entschieden, Richtlinien für Krypto-Unternehmen herauszugeben. Bisher hatte sie einen restriktiveren Kurs gefahren.

Das Helikoptergeld kommt – Zeit um in Bitcoin zu investieren?

Im Zuge der Corona-Krise hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche Helikoptergeld angekündigt. So soll künftig jeder Amerikaner einen Scheck in Höhe von 1.000 US-Dollar bekommen. Damit will die Regierung die drohende Rezession abfedern und eine Wirtschaftsdepression verhindern. Das monetäre Antidepressivum birgt jedoch auch Risiken – auf lange Sicht kann es hier zu einer Entwertung der Fiatwährung kommen. Was ein hohes Risiko für die Weltwirtschaft ist, kann sich als Chance für Kryptowährungen herausstellen.

Bitcoin-Betrug: US-Behörden schlagen zu

Die US-amerikanischen Behörden waren indes aktiv auf Betrüger-Suche. Wie sich in der vergangenen Woche wieder herausgestellt hat, auch mit Erfolg. So gelang es dem Department of Justice, zwei kanadische Scammer zu verhaften und anschließend zu verurteilen. Sie hatten sich auf Twitter als Mitarbeiter der Krypto-Exchange HitBTC ausgegeben, um dadurch einer Nutzerin die Bitcoin aus den Taschen zu ziehen. Besonders schlau stellten sie sich im Nachhinein jedoch nicht an.

Craig Wright muss zahlen

Auch im nicht enden wollenden Gerichtsprozess um „Faketoshi“ Craig Wright gibt es neue Entwicklungen. Im Streit mit dem Nachlass von Ira Kleimann um die ungeheure Menge von 1,1 Millionen Bitcoin muss der mutmaßliche Bitcoin-Erfinder nun tief in die Tasche greifen. Wie Richter Reinhart in der vergangenen Woche entschieden hat, muss das Mastermind hinter Bitcoin SV nun die Anwaltskosten von Kleiman bezahlen.

 

Source: BTC-ECHO

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