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Real wehrt sich gegen Gerüchte über Flüchtlinge

Real sieht sich gezwungen, auf Hetze aus dem Netz zu reagieren. (Bild: Screenshot/Facebook)

Ein Real-Supermarkt in Erfurt sieht sich hetzerischen Verleumdungen ausgesetzt: Da in der nahe gelegenen Messe-Halle zahlreiche Flüchtlinge untergekommen sind und nun auch zur Kundschaft gehören, kursieren zahlreiche Gerüchte über stehlende Flüchtlinge sowie eine Sonderbehandlung durch Real-Mitarbeiter. Nun nimmt das Unternehmen dazu Stellung:

"Sehr geehrte Kunden, wir verurteilen falsche und hetzerische Gerüchte, die in den Sozialen Medien kursieren auf's Schärfste", heißt es auf einem Plakat, das im besagten Real-Markt aufgestellt wurde. Offenbar kursieren folgende drei Gerüchte im Netz: Es heißt, Diebstähle hätten zugenommen seitdem vermehrt Flüchtlinge im Supermarkt einkaufen. Außerdem würden Flüchtlinge bis zu einem Wert von 50 Euro für den Diebstahl nicht belangt werden. Beides entspricht laut Real nicht der Wahrheit.

Außerdem dementiert das Unternehmen, dass es nur Flüchtlinge ab 20 Uhr in den Supermarkt ließe. Selbstverständlich seien die Märkte von 7 bis 21 Uhr für alle Kunden offen. Als dritter Vorwurf kursiert im Netz, dass Gutscheine an Flüchtlinge verteilt werden und sie eine besondere Behandlung genießen würden. Auch das stimmt laut dem Unternehmen nicht.

Auf Facebook hat das Bild die Gruppe "Thüringen hilft. Refugees welcome" gepostet. Das Bild wurde mehr als 2400 Mal geteilt, mehr als 5000 Nutzer klickten auf "Daumen hoch". Ein Nutzer kommentiert: "Eigentlich beschämend, dass ein Supermarkt sich gezwungen sieht, ein solchen Statement veröffentlichen zu müssen. Dennoch stehe ich voll dahinter." Ein anderer Kommentar lautet: "Und warum haben sie bei uns in den Märkten Security ?? Weil die Omas Ärger machen??? Lächerlich das ganze runter zu spielen!!!!"

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