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Q4-Bilanz: Die Rückkehr der Reiselust beschert Airbnb Rekordjahr

Krise, welche Krise? Eines der Vorzeigeunternehmen der Sharing-Economy liefert in turbulenten Zeiten weiter ab. Airbnb kann auch im Schlussquartal 2022 abermals die Wall-Street-Erwartungen deutlich übertreffen. Die Aktie bricht auf 9-Monatshochs aus.

Airbnb: Für viele Touristen bei der Buchung erste Wahl (Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration)
Airbnb: Für viele Touristen bei der Buchung erste Wahl (Foto: REUTERS/Dado Ruvic/Illustration) (Dado Ruvic / reuters)

Die Reise geht weiter: Nach Jahren der lähmenden Corona-Beschränkungen hatte sich bei Millionen Touristen einiges aufgestaut. Weg, einfach nur weg – wer wollte das nicht? Das geflügelte Wort von „Revenge Travel“ machte im vergangenen Sommer die Runde.

Der Trend scheint auch in der eher kalten Jahreszeit anzuhalten – zumindest bei Airbnb. Der digitale Zimmervermittler kann nämlich auch im Herbst und zu Winterbeginn einen anhaltenden Nachfrageboom verzeichnen, wie die jüngste Geschäftsbilanz verdeutlicht.

Umsätze legen um 24 Prozent zu

So erlöste der Internetpionier in den 92 Tagen von Anfang Oktober bis Ende Dezember 1,9 Milliarden Dollar, was einer Steigerung von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, als Airbnb noch 1,53 Milliarden Dollar umgesetzt hatte. Analysten hatten mit Erlösen in Höhe von 1,86 Milliarden Dollar gerechnet.

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Im Gesamtjahr hat Airbnb noch deutlicher zugelegt – die Umsätze fielen 2022 mit 8,4 Milliarden Dollar um 40 Prozent höher aus als im Vergleichszeitraum 2021. Insgesamt 88,2 Millionen Übernachtungen (+ 20 Prozent) mit einem Umsatzvolumen von 13,5 Milliarden Dollar (+ 20 Prozent) wurden im vierten Quartal bei Airbnb gebucht. Im gesamten Geschäftsjahr 2022 verbuchte CEO Brian Chesky 393,7 Millionen Übernachtungen (+ 31 Prozent) mit einem Umsatzvolumen von 63,2 Milliarden Dollar (+ 35 Prozent).

Rekordgewinne im vierten Quartal

Noch mehr Fortschritte machte der "Sharing Economy"-Pionier, der erst vor zwei Jahren an der Wall Street debütierte, beim Konzernergebnis. Nach einem Nettogewinn von 55 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum konnte CEO Brian Chesky nunmehr den größten Gewinn im Weihnachtsquartal ausweisen.

Satte 319 Millionen Dollar blieben per 31. Dezember in der Konzernbilanz für das vierte Quartal hängen. Der Gewinn je Aktie in Höhe von 48 Cent fiel deutlich höher aus als von der Wall Street erwartet, die noch mit einem Gewinn von 25 Cent je Anteilsschein gerechnet hatte. Für das gesamte Jahr verbuchte Airbnb einen Rekordnettogewinn von 1,89 Milliarden Dollar oder 2,79 Dollar pro Aktie. Analysten hatten noch mit einem Nettogewinn von 1,74 Milliarden Dollar bzw. 2,59 Dollar pro Aktie gerechnet.

Ausblick über den Erwartungen

„Alle Regionen verzeichneten im Jahr 2022 ein bedeutendes Wachstum, da Gäste zunehmend Grenzen überquerten und auf Airbnb in die Städte zurückgekehrt sind“, kommentierte CEO Chesky die Rückkehr der Reiselust.

Und der Buchungsboom hält an. Für das laufende Quartal stellte der 41-jährige Airbnb-Chef eine bessere Geschäftsentwicklung in Aussicht als von Analysten erwartet. So rechnet der 14 Jahre alte Internetkonzern zwischen Anfang Januar und Ende März mit Erlösen zwischen 1,75 und 1,82 Milliarden Dollar, die über den Konsensschätzungen von 1,68 Milliarden Dollar liegen.

Aktie bricht nach oben aus

Nach einem schweren Börsenjahr im Abwärtssog der Technologie- und Internetaktien, in dem sich Anteilsscheine von Airbnb nahezu halbiert hatten, brach die Aktie in Reaktion auf das gute Zahlenwerk nachbörslich nach oben aus.

Nach einem Plus von 10 Prozent auf Kurse von 133 Dollar notiert die Aktie des US-Internetunternehmens mit Sitz in San Francisco nun wieder auf dem höchsten Niveau seit neun Monaten. Auf diesem Level notieren die Anteilsscheine von Airbnb aber weiterhin 37 Prozent unter den 2021 aufgestellten Allzeithochs.