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Mit dieser „20-20-20-Faustregel“ schützt du deine Augen während des Lockdowns

Style International Redaktion
·Lesedauer: 4 Min.

Eine wohltätige Organisation für Augenheilkunde empfiehlt, dass Menschen sich an die „20-20-20-Regel“ halten, um ihre Augen zu schützen. Durch den Lockdown verbringen wir nämlich mehr Zeit als sonst am Bildschirm.

Eine wohltätige Organisation für Augenheilkunde hat eine Regel vorgeschlagen, um während der Coronavirus-Pandemie seine Augen zu schützen. (Getty Images)
Eine wohltätige Organisation für Augenheilkunde hat eine Regel vorgeschlagen, um während der Coronavirus-Pandemie seine Augen zu schützen. (Getty Images)

Fast jeder fünfte (38 %) Mensch in Großbritannien, der wegen des Lockdowns mehr Zeit am Bildschirm verbringt, glaubt, dass dies seine Sehfähigkeit beeinträchtigt habe. Die Folge seien laut einer Umfrage von Fight for Sight Schwierigkeiten beim Lesen, Migräne und schlechteres Sehvermögen.

Aus diesem Grund möchte die Organisation die Menschen dazu ermutigen, sich an die 20-20-20-Regel zu halten, um die Augen nicht unnötig zu strapazieren.

Das besagt die Regel

Bei dieser Regel wird empfohlen, dass man, nachdem man 20 Minuten lang auf einen Bildschirm gestarrt hat, 20 Sekunden lang auf etwas sehen soll, das sich 20 Fuß (etwa 6 Meter) von einem entfernt befindet.

Fast die Hälfte (49 %) der Teilnehmer an der Umfrage, die von YouGov im Auftrag von Fight for Sight durchgeführt wurde, sagten, dass sie seit Beginn der Pandemie mehr Zeit am Bildschirm verbringen würden. Ein Drittel (33 %) der Befragten gab an, dass sich die Zeit um mehr als zwei Stunden verlängert habe.

Es ist schockierend, dass die Hälfte (50 %) der befragten Studenten und 42 % der arbeitenden Erwachsenen der Meinung sind, dass sich die vermehrte Zeit am Bildschirm, während der COVID-19-Pandemie negativ auf ihre Sehkraft auswirken würde.

Trotz der Sorge, dass die Zeit am Bildschirm die Augen schädigen könne, gaben über einer von fünf (21 %) Befragten an, dass sie jetzt weniger dazu bereit seien, einen Sehtest zu machen als vor der Pandemie. Der Grund dafür ist, dass sie Angst haben, sich oder andere mit dem Virus anzustecken.

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Fast eine von zehn (9 %) Personen zeigten eine geringere Bereitschaft, einen Sehtest zu machen, da sie es für zu teuer hielten.

Fight for Sight möchte Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig regelmäßige Sehtests sind. Sie erinnern daran, dass die meisten Optiker auch während des Lockdowns Sehtests anbieten: „Mehr als die Hälfte aller Fälle von Sehverlust sind vermeidbar, wenn sie früh erkannt werden und man Maßnahmen zu Vorbeugung ergreift“, sagt Sherine Krause, Geschäftsführerin von Fight for Sight. „Regelmäßige Sehtests erkennen oft Erkrankungen, die das Sehvermögen bedrohen, aber noch keine Symptome zeigen.“

Krause empfiehlt, dass die Menschen auch während der Pandemie weiter auf ihre Augen achtgeben sollten. Wer das Gefühl hat, dass sich das Sehvermögen verschlechtert habe, sollte seine Augen untersuchen lassen: „Durch die COVID-19-Pandemie sind viele von uns gezwungen, digital zu arbeiten und online zu lernen. Selbst unsere Freunde können wir nur virtuell treffen. Es überrascht also nicht, dass wir weit mehr Zeit als sonst am Bildschirm verbringen“, fügt sie hinzu.

„Es ist hierbei aber wichtig, dass die Vorteile, die der bessere Zugang zu digitalen Möglichkeiten während des Lockdowns bietet, keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit unserer Augen haben.“

Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass viele Menschen das Gefühl haben, dass die längere Zeit am Bildschirm ihre Augen schädige. (Getty Images)
Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass viele Menschen das Gefühl haben, dass die längere Zeit am Bildschirm ihre Augen schädige. (Getty Images)

Henry Leonard, Leiter der Abteilung für klinische und regulatorische Fragen bei der Association of Optometrists, bekräftigt die Wichtigkeit von Bildschirmpausen und der Erhaltung der Augengesundheit während der Coronavirus-Pandemie: „Viele von uns verbringen während des Lockdowns mehr Zeit am Bildschirm. Es gibt zwar keine Beweise, dass dadurch die Augen dauerhaft geschädigt werden, aber es kann zu vorübergehenden Problemen wie Augenbrennen oder Kopfschmerzen kommen“, erklärt er.

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Leonard sagt, es sei wichtig, regelmäßig Bildschirmpausen einzulegen und die Augen zu entlasten, indem man auf etwas in der Ferne sieht: „Trinkt viel Wasser, um den Flüssigkeitshaushalt stabil zu halten und vergesst nicht, zu blinzeln. Es hört sich vielleicht merkwürdig an, aber Studien haben gezeigt, dass man, wenn man auf den Bildschirm guckt, seltener blinzelt. Dadurch können sich die Augen trocken und müde anfühlen“, fügt er hinzu.

„Zu guter Letzt vergesst nicht, eure Brille oder Kontaktlinsen zu tragen, wenn der Optiker sie für die Arbeit am Bildschirm empfohlen hat.“

Andere Tipps für gesündere Augen, die Leonard angibt, umfassen nicht rauchen, gesunde Ernährung und das Tragen einer hochwertigen Sonnenbrille, um die Augen in der Sonne vor zu viel UV-Licht zu schützen.

Marie Claire Dorking

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