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Merkel sieht ‘brutalen Überfall’ als Putins ‘großen Fehler’

(Bloomberg) -- Eine Isolierung Russlands ist nach den Worten von Angela Merkel langfristig nicht möglich. In einem langen Interview auf der Bühne des Berliner Ensembles nannte die frühere Bundeskanzlerin die Entscheidung Wladimir Putins zum Einmarsch in der Ukraine einen “großen Fehler”.

„Das ist ein brutaler, das Völkerrecht missachtender Überfall, für den es keine Entschuldigung gibt”, sagte die 67-jährige am Dienstag. Das Interview in dem von Bertolt Brecht gegründeten Theater in Berlin-Mitte war ihr erster großer öffentlicher Auftritt, seit sie im Dezember aus dem Amt ausgeschieden war.

Hinter den Kulissen blieb Merkel im Dialog mit Putin. Kurz nach Russlands Ukraine-Invasion am 24. Februar rief sie mehrfach das Büro des russischen Präsidenten an und sprach mit Putin über einen möglichen Waffenstillstand, wie eine Person mit Einblick in ihren Terminkalender berichtet.

Ihr Nachfolger, Bundeskanzler Olaf Scholz, war, wie zu hören ist, über die Telefonate informiert. Vor rund sechs Wochen habe Putin jedoch aufgehört, Merkels Anrufe entgegenzunehmen. Merkel wich im Interview der Frage aus, ob sie mit dem russischen Präsidenten interagiert habe. Sie würde nichts tun, worum sie die Regierung nicht bitte, sagte sie.

Scholz habe sich mit Merkel regelmäßig beraten, berichten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Beide scheinen zum selben Schluss gekommen zu sein: Deutschland sollte die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland unterstützen, aber ein Szenario vermeiden, in dem Putin in die Enge getrieben würde.

Als Putin 2014 die Krim annektierte, versuchte Merkel, eine diplomatische Lösung zu finden, statt eine militärische Konfrontation zu riskieren. Schon damals war sie über den Ausbruch eines Atomkriegs besorgt, falls die Spannungen eskalieren sollten, sagte die Person, die mit Merkels Überlegungen vertraut ist. Diese Sorge hat auch Scholz geäußert.

Nach der Krim-Annexion war “für mich vollkommen klar, dass wir es hier nicht jemandem zu tun haben, der uns Wohlergehen wünscht”, sagte Merkel in dem Interview. Zu Putin fügte sie hinzu: “Trotzdem kann ich ihn nicht aus der Welt schaffen. Und Russland ist eine Größe.”

“Wenn Russland sich jetzt mit China total zusammentut, ob dann jetzt alles besser wird für uns”, sei die Frage, so Merkel. “Wir müssen ja auch immer gucken, was können wir denn leisten? Wie stark sind wir?” Nun sei es enorm wichtig, dass die Europäische Union zusammenhalte.

Überschrift des Artikels im Original:

Merkel Warns of Isolating Russia After Putin’s ‘Big Mistake’

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©2022 Bloomberg L.P.

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