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Megastadt Neom: Saudi-Arabien sucht in China nach Investoren für 500-Milliarden-Dollar-Projekt

Ein Entwurf von "The Line", das nach Angaben der Entwickler ein wichtiger Bestandteil des "Neom"-Projekts in Saudi-Arabien sein wird. - Copyright: NEOM
Ein Entwurf von "The Line", das nach Angaben der Entwickler ein wichtiger Bestandteil des "Neom"-Projekts in Saudi-Arabien sein wird. - Copyright: NEOM

Inmitten der anhaltenden Spekulationen über den Umfang des Projekts und seiner Finanzierung hat Saudi-Arabien seine Neom-Roadshow nach China gebracht.

Vertreter von Neom besuchten in der vergangenen Woche Peking, Shanghai und Hongkong, um chinesische Investoren zu umwerben und über die mysteriöse Megastadt aufzuklären.

Es wurden noch keine Geschäftsabschlüsse bekannt gegeben. Ein Teilnehmer erklärte jedoch der Nachrichtenagentur AFP, dass die Ausstellung dazu beigetragen habe, Neom "weniger geheimnisvoll" zu machen.

Diese Bemerkung stammt von Leonard Chan, dem Vorsitzenden der Hongkong Innovative Technology Development Association. Er sagte AFP zudem, dass die Reaktionen auf das ehrgeizige Projekt bei einem Empfang, zu dem nur geladene Gäste kamen, "größtenteils neutral" waren.

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Chan ist nicht begeistert von der Hightech-Stadt The Line, die zu Neom gehört. "Ich werde sie zum Spaß besuchen, aber ich werde nicht dort leben. Das ist wie etwas aus SimCity", sagte er AFP.

Eine private Ausstellung bot den Teilnehmern eine "immersive Erfahrung" bei der Erkundung von The Line, der etwa 170 Kilometer langen futuristischen Stadt, sowie von Oxagon, das verspricht, das "traditionelle Industriemodell" neu zu definieren, von Trojena, dem Neom-Bergresort, und von Sindalah, einer Luxusinsel im Roten Meer, die laut einer Pressemitteilung später in diesem Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Neom-Vertreter äußerten sich nicht zu den jüngsten Berichten, wonach die Pläne für das enorm teure Wüstenprojekt zurückgeschraubt wurden.

Die finanzielle Situation von Neom

Anfang dieses Monats berichtete "Bloomberg", dass Saudi-Arabien die Schätzungen für die Anzahl der Menschen, die in "The Line" leben sollen, deutlich reduziert habe. Dem Bericht zufolge hätten die Behörden die Zahl der Bewohner, die bis 2030 in dem "horizontalen Wolkenkratzer" leben sollen, von 1,5 Millionen auf weniger als 300.000 reduziert.

Tarek Qaddumi, der geschäftsführende Direktor von Neom, sagte laut AFP, dass das Bevölkerungsziel von neun Millionen rechtzeitig erreicht werden würde.

Vertreter von Neom reagierten nicht sofort auf eine Anfrage von Business Insider, die außerhalb der normalen Arbeitszeiten gestellt wurde.

Berichten zufolge wurden weitergehende Bedenken hinsichtlich der Kosten der Billionen-Dollar-Investitionen in das Projekt "Vision 2030" des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman geäußert.

Die finanziellen Realitäten des Projekts, das bis zu 500 Milliarden Dollar (etwa 470 Milliarden Euro) kosten könnte, hätten innerhalb der saudischen Regierung Alarm ausgelöst, berichtete "Bloomberg". Saudi-Arabien habe auch damit begonnen, Kredite aufzunehmen, um Neom und andere "Megaprojekte" von Vision 2030 zu finanzieren, berichtete das "Wall Street Journal" im Februar.

Das Neom-Projekt plant außerdem die erstmalige Ausgabe von Anleihen, wie "Bloomberg" vergangene Woche berichtete. Das Megastadtprojekt könnte durch den Verkauf islamischer Anleihen (Sukuk) bis zu 1,3 Milliarden Dollar (etwa 1,2 Milliarden Euro) einnehmen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ungenannte Quellen.

Die Neom-Roadshow hat auch Seoul, Tokio, Singapur, New York City, Boston, Washington, DC, Miami, Los Angeles, San Francisco, Paris, Berlin und London besucht.

Dieser Artikel wurde von Jonas Metzner aus dem Englischen übersetzt. Den Originalartikel könnt ihr hier lesen.