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Kopenhagen hat einen Weg, wie Touristen sich besser benehmen: kostenloser Wein und gratis Kajak-Touren

Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt, will klimabewusste Touristen belohnen. - Copyright: Scott E Barbour/Getty Images
Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt, will klimabewusste Touristen belohnen (Copyright: Scott E Barbour/Getty Images)

Kopenhagen hat vielleicht herausgefunden, wie man Touristen dazu bringen kann, sich besser zu verhalten. Die dänische Hauptstadt startet in diesem Monat eine neue Initiative. Diese soll klimabewusste Besucher mit Anreizen wie kostenlosen Mahlzeiten, Wein, Kajak-Touren und freiem Eintritt in Museen belohnen.

Touristen und Einheimische werden für ihre umweltfreundlichen Taten belohnt, beispielsweise wenn sie mit dem Fahrrad zu einer Touristenattraktion kommen oder Müll aufsammeln. Wer zum Beispiel mit dem Zug oder dem Fahrrad zum Kopenhagener Heizkraftwerk fährt, kann auf dem schrägen Dach des Werks Ski fahren.

Besucher, die in der dänischen Nationalgalerie ein Stück Plastikmüll mitbringen, können an Workshops teilnehmen, in denen dieser Müll in Kunst verwandelt wird. Das Fremdenverkehrsamt der Stadt erklärte, dass der Nachweis dieser grünen Taten wünschenswert sei. Jedoch basiere das CopenPay-System hauptsächlich auf Vertrauen. Aus einem Bericht des Pew Research Center geht hervor, dass Dänemark das höchste persönliche Vertrauen der Welt genießt.

Durch CopenPay sollen Touristen umweltbewusster werden

Der Tourismus bringt Dänemark eine Menge Geld ein. Offizielle Statistiken der dänischen Regierung zeigen, dass das Land im Jahr 2023 schätzungsweise 15 Millionen Touristen begrüßt hat. Nach Angaben von Statista beliefen sich die Einnahmen aus dem Tourismus im Jahr 2021 auf rund 118,2 Milliarden Dänische Kronen. Das sind etwa 15,8 Milliarden Euro.

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"Mit CopenPay geben wir den Menschen die Möglichkeit, mehr von dem zu erleben, was Kopenhagen zu bieten hat, und gleichzeitig unseren Planeten weniger zu belasten. Es geht darum, sinnvolle und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen, die Spaß machen und umweltfreundlich sind", sagte Mikkel Aarø Hansen, CEO von Wonderful Copenhagen.

Die Initiative zielt darauf ab, die Umweltbelastung durch den Tourismus zu verringern, anstatt mehr Touristen in die Region zu locken. Das betont das Kopenhagener Fremdenverkehrsamt. Der Haftungsausschluss folgt auf die antitouristischen Proteste in Barcelona. Dabei wurden Besucher von Einheimischen mit Wasserpistolen besprüht, um den Übertourismus im Land zu unterbinden.

Andere Städte, wie zum Beispiel Venedig, haben eine tägliche Touristengebühr eingeführt. Die soll Besucher davon abhalten, an bestimmten Tagen anzureisen. Das CopenPay-System wird am 15. Juli versuchsweise eingeführt und soll einen Monat lang laufen.

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