Deutsche Märkte schließen in 4 Stunden 46 Minuten

JU-Chef Kuban: Spahn kommt auch als Nachfolger Merkels infrage

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Gesundheitsminister Jens Spahn kommt aus Sicht des Chefs der Jungen Union, Tilman Kuban, als Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel in Frage. Auf die Frage, ob Spahn das Format für eine Kanzlerkandidatur habe, sagte Kuban dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag): "Jens Spahn ist laut Umfragen der beliebteste Politiker in Deutschland. Und er ist der erfolgreichste Bundesminister. Da ist es klar, dass man auch als Nachfolger von Angela Merkel infrage kommt."

Spahn stehe für den Generationenwechsel und werde in Zukunft eine wesentliche Rolle für Deutschland spielen. "Welche genau das im Bundestagswahlwahlkampf 2021 sein wird, entscheiden CDU und CSU gemeinsam."

Auf die Frage, ob es denkbar sei, dass die CDU einen anderen CDU-Politiker zum Kanzlerkandidaten macht als den neuen Parteivorsitzenden, antwortete Kuban: "Wir leben in besonderen Zeiten und ich will raus aus alten Denkmustern. Für mich ist klar, dass wir mit dem aussichtsreichsten Kandidaten ins Rennen gehen sollten. Das entscheiden wir Ende März. Dann sehen wir, wer die besten Chancen hat." Es sei "kein ganz unwesentliches Indiz", wer in Umfragen der beliebteste CDU-Politiker ist.

Die Junge Union hatte sich in einer Mitgliederbefragung für den Kandidaten Friedrich Merz ausgesprochen. "Ich werde ihn am Samstag wählen, auch weil er das überzeugendste und modernste Programm hat", sagte Kuban.

Auf dem Online-Parteitag am 15. und 16. Januar bewerben sich neben Merz auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Außenpolitiker Norbert Röttgen um die Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer. Es wird mit einer Stichwahl und einem knappen Ausgang gerechnet.

Laschet bekräftigte seine Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur. "Ich glaube nicht, dass viele Delegierte gerne einen Vorsitzenden hätten, der nicht auch für die CDU den Anspruch hat, den Kanzler zu stellen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er fügte an: "Ein Ministerpräsident, der ein 18-Millionen-Land erfolgreich regiert, kann auch Bundeskanzler." Gleichzeitig warb er dafür, diese Frage "zum richtigen Zeitpunkt mit CSU-Chef Markus Söder offen zu besprechen". Die Frage einer Kanzlerkandidatur seines Team-Kollegen Spahn stelle sich nicht.