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Job-Zufriedenheit: In Bremen arbeiten die glücklichsten Erwerbstätigen in Deutschland

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 3 Min.

Laut dem jährlich veröffentlichten Glücks-Atlas der Deutschen Post leben die glücklichsten Deutschen im Norden: in Schleswig-Holstein und in Hamburg. Die Karriere-Plattform Indeed hat nun ihrerseits herausgefunden, dass die Menschen in einem kleinen Bundesland im Norden zudem am zufriedensten in ihrem Job sind: in Bremen.

Das fand Indeed in einer Umfrage unter 2.090 Erwerbstätigen heraus, bei welcher die Befragten ihre Zufriedenheit mit verschiedenen Faktoren im Job auf einer Skala von 1 (sehr unglücklich) bis 10 (sehr glücklich) angeben konnten.

Die Erwerbstätigen in Bremen liegen dabei mit 7,79 von möglichen 10 Punkten ganz vorne. Auf dem zweiten Platz folgt das ebenfalls im Norden liegende Mecklenburg-Vorpommern mit 7,42 Punkten. Den dritten Platz belegt Thüringen mit einem Score von 7,41. Damit befinden sich gleich zwei ehemals ostdeutsche Bundesländer unter den zufriedensten Arbeitnehmern.

Am wichtigsten ist ein gutes Verhältnis zu Kolleginnen und Kollegen

Insgesamt bewerteten die Deutschen die Zufriedenheit im Job durchschnittliche mit 6,83. Nordrhein-Westfalen und Berlin liegen mit 6,98 Punkten ebenfalls knapp über diesem Bundesdurchschnitt. Am wenigsten zufrieden waren hingegen Erwerbstätige aus Sachsen, die ihren Job nur mit 6,37 Punkten bewerteten. Auch Arbeitende aus Saarland und Schleswig-Holstein lagen mit einem Wert 6,52 bzw. 6,55 unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Zu den Faktoren, die die Arbeitszufriedenheit bestimmen, zählt für mehr als die Hälfte der Befragten ein gutes Verhältnis zu Kolleginnen und Kollegen (53 Prozent). Fast ebenso wichtig ist vielen eine gute Bezahlung (46 Prozent) sowie ein spannender Aufgabenbereich (40 Prozent). Auf Platz vier und fünf liegen ein gutes Verhältnis zu Chefin oder Chef (39 Prozent) sowie flexible Arbeitszeiten (35 Prozent).

Negative Auswirkungen auf die Zufriedenheit am Arbeitsplatz hat bei mehr als der Hälfte eine fehlende Wertschätzung durch den Arbeitgeber (60 Prozent). 41 Prozent der Befragten geben ihre schlechte Bezahlung als Grund für Unzufriedenheit an. Für 29 beziehungsweise 28 Prozent der Teilnehmenden spielen zudem eine stressige Unternehmenskultur oder mangelnde Work-Life-Balance eine Rolle. Fehlende Aufstiegsmöglichkeiten sowie ein hohes Arbeitspensum sind weitere Faktoren, die Arbeitnehmer belasten (je 26 Prozent).

"Auch das Thema Gehalt bleibt sicherlich wichtig"

Die geltenden Corona-Regeln wie regelmäßige Tests, Maskentragen, Abstands- und Lüftungsregeln sind dagegen nur für 15 Prozent der Befragten ein negativer Faktor. Dennoch hat sich durch Corona die Zufriedenheit am Arbeitsplatz verschlechtert. Auf die Frage, ob sich die Arbeitszufriedenheit durch die Pandemie verändert habe, antworteten 34 Prozent mit "ja". Für 18 Prozent dagegen hat sich das Job-Wohlbefinden durch die Pandemiesituation sogar verbessert.

Die Folgen der Corona-Pandemie werden aber offenbar bundesweit unterschiedlich erlebt. Insbesondere die Befragten aus Rheinland-Pfalz (45 Prozent), Sachsen (41 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern und Berlin (je 41 Prozent) geben negative Auswirkungen von Corona am Arbeitsplatz an.

Frank Hensgens, Managing Director Indeed DACH, fasst die Umfrageergebnisse wie folgt zusammen: „Viele Erwerbstätige sind seit mehr als einem Jahr mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sei es die für viele Unternehmen unsichere wirtschaftliche Lage, eine neue Arbeitsumgebung, oder die Masken- und Testpflicht. Dies wirkt sich natürlich auch auf die generelle Zufriedenheit im Job aus." Bei einem Drittel der Befragten habe sich das Wohlbefinden auf den Job bezogen durch Corona verschlechtert.

Was ihm zufolge jetzt besonders gefördert werden sollte, ist der Zusammenhalt unter Kollegen. Schließlich ist dies laut der Umfrage der wichtigste Faktor für das Glück am Arbeitsplatz. "Und auch das Thema Gehalt bleibt sicherlich wichtig", sagt er. Das zeigten die Ergebnisse der Umfrage, aber auch die öffentlichen Diskussionen über Arbeitsbedingungen und die Bezahlung – speziell in systemrelevanten Bereichen.

tf