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Immobilieninvestoren planen weitere Zukäufe, werden aber wählerischer

·Lesedauer: 3 Min.

Investoren rechnen für 2021 mit noch höheren Immobilienpreisen, zeigt eine Studie von Engel & Völkers. Zwei Marktsegmente sind aber in Ungnade gefallen.

Die Nachfrage der Investoren nach Immobilien ist weiterhin hoch. Foto: dpa
Die Nachfrage der Investoren nach Immobilien ist weiterhin hoch. Foto: dpa

Die deutsche Immobilienwirtschaft blickt trotz der anhaltenden Corona-Pandemie zuversichtlich auf das Jahr 2021. Das zeigt eine Studie von Engel & Völkers Investment Consulting (EVIC), die dafür 221 Investoren der Immobilienbranche befragte.

Demnach haben nicht einmal die im Dezember eingeführten Corona-Einschränkungen die Stimmung gedrückt: 88 Prozent der vom Tochterunternehmen des Hamburger Maklerhauses befragten Marktteilnehmer hielten trotz des neuerlichen Lockdowns an ihrer Investmentstrategie für 2021 fest, lautet das Fazit der Umfrage.

80 Prozent der Investoren planten weitere Zukäufe – das sei sogar ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zur Umfrage ein Jahr zuvor. „Keiner der Befragten rechnet mit einem übergreifenden Pessimismus in der Branche“, kommentiert Kai Wolfram, geschäftsführender Gesellschafter von EVIC, die Erkenntnisse. „Vor allem bei institutionellen Investoren ist der Kapitaldruck weiterhin hoch.“ Das werde dazu führen, dass gute Anlageobjekte in den kommenden Monaten knapper würden – und das nicht nur in den sieben Großstädten, sondern auch abseits der Metropolen.

Wohnimmobilien bleiben gefragt

Dabei kristallisieren sich klare Favoriten heraus: Besonders Wohnimmobilien sind gefragt. Daneben gehören Logistikimmobilien zu den Gewinnern: In diesem Jahr wollen 33 Prozent der Investoren weiter in Lagerhallen investieren.

Etwas überraschend dürfte dagegen sein, dass Büros immer noch bei 41 Prozent der Investoren auf der Einkaufsliste stehen. Damit bleibt die Nachfrage in diesem Bereich 2021 konstant – trotz der zahlreichen Diskussionen darüber, dass Unternehmen wegen des Trends zu mehr Homeoffice ihre Büroflächen reduzieren wollen. Doch in der Immobilienbranche gibt es Zweifel daran, dass die Nachfrage nach Büroimmobilien in Deutschland so deutlich einbricht, dass die Preise drastisch fallen. Der Grund: Das Angebot ist gering.

Weniger überraschend ist dagegen, dass Investoren kein besonders großes Interesse an Investitionen in Hotelimmobilien mehr haben: Zwölf Prozent der Investoren gaben an, ihren Hotelbestand verkleinern zu wollen. Noch mehr, 20 Prozent, wollen Einzelhandelsobjekte abbauen, ausgenommen davon sind nur Lebensmittelgeschäfte.

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Beide Sektoren gelten als Verlierer der Corona-Pandemie, schließlich mussten zahlreiche Geschäfte schließen, und auch Hotels konnten nur für wenige Wochen Gäste beherbergen – wenn diese denn überhaupt kamen. Deswegen hätten ihre Vermieter im vergangenen Jahr zum Teil deutliche Mietstundungen oder -reduzierungen hingenommen, heißt es in der Studie. Diese Erfahrungen hinterlassen Spuren: Vor dem Hintergrund des zweiten Lockdowns und durch den nahezu vollständigen Wegfall des Weihnachtsgeschäfts im stationären Einzelhandel sähen 76 Prozent der Investoren ein mittleres und zwölf Prozent sogar ein großes Risiko, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen der Mieter 2021 verstärkt auch die Vermieter treffen.

Keine sinkenden Preise erwartet

Insgesamt bleiben die Investoren aber trotz der Krise zuversichtlich. Der Großteil der Befragten geht laut Umfrage nicht davon aus, dass es zu Preisrückgängen größeren Ausmaßes kommen wird – im Gegenteil: Sie erwarten in den Ballungsgebieten (80 Prozent) sowie in den regionalen Märkten (57 Prozent) Preissteigerungen sowohl für Wohn- als auch Gewerbeimmobilien. Der Trend gehe aber weiter in Richtung Speckgürtel und Sekundärstandorte: Das Umland von Metropolen und Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern gehöre zu den bevorzugten Regionen der Investoren.

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