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Wie dieses Gründerpaar aus Altkleidern Sonnenbrillen fabriziert

·Lesedauer: 2 Min.
Fashion statt Müllhalde: Alina und Dave Bassi wollen aus ungenutzen Kleiderspenden Accessoires herstellen.
Fashion statt Müllhalde: Alina und Dave Bassi wollen aus ungenutzen Kleiderspenden Accessoires herstellen.

Ein Großteil der ausrangierten Kleidungsstücke kommt nie dort an, wofür er vorgesehen ist: bei Bedürftigen oder in Secondhand-Läden. Das liegt weniger an den Sammelorganisationen als vielmehr an der Menge und schlechten Qualität an Altkleidern. Daher werden Milliarden Kleidungsstücke jedes Jahr trotz Spende deponiert oder verbannt. Genau dagegen möchte das Gründerpaar Alina und Dave Bassi vorgehen. Kleiderly stellt aus alten T-Shirts, Hosen und Jacken neue Sonnenbrillen her. Und zwar auf Grundlage eines selbstentworfenen Granulats.

Alina Bassi ist studierte Verfahrenstechnikern und Chemie-Ingenieurin. Sieben Jahre hat sie in London im Abfallmanagement gearbeitet. Währenddessen kam ihr eine Idee, wie sich Müll reduzieren lässt und Kleiderly war geboren. Bei dem Berliner Startup kommen viele Altkleider beispielsweise von der Sammelorganisation Textilhafen. Die Altkleider werden geschreddert und dann mit einem Bindemittel zu einem recycelten Kunststoff verarbeitet.

Dieser Kunststoff soll dem Unternehmen zufolge ebenfalls weiterverwertet werden können. Das Bindemittel sei mit einem naturbelassenen Kleber vergleichbar, sagt Bassi gegenüber Gründerszene. Die genaue Zusammensetzung möchte sie nicht verraten. Aus gutem Grund.

Sonnenbrillen sollen erst der Anfang sein

„Wir befinden uns gerade in Gesprächen mit mehreren Bekleidungsmarken“, so die Gründerin. Hier gehe es um Partnerschaften. Nicht nur für die nachhaltig produzierten Sonnenbrillen, sondern vor allem für das Granulat. Denn daraus lassen sich auch andere Alltagsgegenstände herstellen, beispielsweise Kleiderbügel oder Accessoires wie Haarspangen. Die Sonnenbrillen seien nur der Anfang. Denn letztlich gehe es darum, der Industrie zu zeigen, was mit nachhaltig produzierten Kunststoffen möglich ist, sagt Bassi.

Momentan muss man für die in Italien gefertigte Brille rund 100 Euro ausgeben. Über den Online-Handel seien bereits einige verkauft worden. Konkreter möchte die Gründerin nicht werden. Anfragen von Händlern gebe es ebenfalls, heißt es. Bisher sind die Modelle lediglich in schwarz erhältlich, denn die Farbe sei abhängig von den Kleidungsstücken. Es sollen jedoch bald weitere Farben hinzukommen, so Bassi.

Bisher hat das Paar die 2019 gegründete Firma alleine gestemmt. Im nächsten Schritt sollen Investoren das nötige Kapital für die Produktentwicklung und Expansion bereitstellen. Hier verspricht sich das Gründerpaar 90.000 Euro für 15 Prozent der Firmenanteile bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“.

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