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Gespräche über 737 Max abgebrochen: Ryanair will keine Zeit mehr mit Boeing „verschwenden“

·Lesedauer: 2 Min.
Wird vorerst doch nicht Teil der Ryanair-Flotte: Die Boeing 737 Max 10.
Wird vorerst doch nicht Teil der Ryanair-Flotte: Die Boeing 737 Max 10.

Ryanair-Chef Michael O'Leary konnte sich schon viele Flugzeugmodelle in seiner Flotte vorstellen. So bekundete er bereits vor zehn Jahren, das chinesische Konsortium Comac als Alternative zu Boeing und Airbus unterstützen zu wollen. Und nach der Übernahme von Lauda Air durch Ryanair gab der CEO an, zwischen 50 und 100 Airbus A321 kaufen zu wollen, wie „Aerotelegraph“ schreibt. Daraus wurde allerdings nichts: Lauda stellte die Flotte auf Boeing 737 um und Ryanair blieb eine Boeing-Airline.

Auch im vergangenen Dezember hatte der irische Anbieter eine Bestellung bei Boeing aufgestockt. Statt ursprünglich 135 Exemplare der Boeing 737 Max 200 orderte Ryanair nun 210 Exemplare und gab an, mindestens 100 weitere Jets kaufen zu wollen, so „Aerotelegraph“. Gesprochen wurde dabei von der größeren Variante, der 737 Max 10. Wie das Branchenportal berichtet, sind die Verhandlungen über den Folgeauftrag nun aber nach zehn Monaten gescheitert – und zwar öffentlichkeitswirksam. Ryanair teilte am Montag mit, dass mit dem US-amerikanischen Flugzeugbauer keine Einigung über den Preis gefunden werden konnte.

Boeing habe einen „optimistischeren Ausblick“ auf die Entwicklung der Flugzeugpreise

In der vergangenen Woche sei klar geworden, „dass die Preislücke zwischen den Partnern nicht geschlossen werden konnte, so dass beide Seiten übereingekommen sind, keine weitere Zeit mit diesen Verhandlungen zu verschwenden“, heißt es recht drastisch in der Presseerklärung. Ryanair-CEO Michael O'Leary gab sich darin über den Abbruch „enttäuscht“. Boeing habe jedoch „einen optimistischeren Ausblick auf die Flugzeugpreise“. Ryanair hingegen wolle „keine hohen Preise für Flugzeuge“ zahlen, so der Airline-Chef.

Mit dem Problem der Preisdiskrepanz steht die Airline vermutlich nicht alleine da. O'Leary zufolge könnte das nämlich auch erklären, warum „andere große Boeing-Kunden wie Delta und Jet2 in den letzten Wochen neue Aufträge eher an Airbus als an Boeing vergeben haben.“

Möglicherweise taktisches Manöver

Einen solchen Verhandlungsabbruch öffentlich zu machen, ist „Aerotelegraph“ zufolge ungewöhnlich. Dem Branchenportal zufolge könnte es sich aber auch um ein taktisches Manöver handeln – in der Hoffnung, dass Boeing am Ende doch noch mit einem besseren Angebot aufwartet. O'Leary betont in der Pressemitteilung, nicht auf den Deal angewiesen zu sein. Ryanair verfüge „über eine mehr als ausreichende Auftragspipeline“ und werde mit seiner Boeing 737-Flotte auch ohne die Max 10 in den kommenden fünf Jahren auf mehr als 600 Flugzeuge anwachsen.

sb

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