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Geschäftsklima so gut wie vor Beginn der Pandemie - aber Erwartungen für die Zukunft sinken

Tristan Filges
·Lesedauer: 2 Min.

Trotz Lockdown ist das Geschäftsklima in Deutschland so gut wie lange nicht mehr. Das Wirtschaftsinstitut ifo befragt monatlich 9.000 Unternehmen zur ihrer aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für die Zukunft.

Die Geschäftsklimaindex stieg im März auf 96,8 Punkte - im Februar lag der Wert noch bei 92,7 Punkten. Damit erreicht der Wert jetzt den höchsten Stand seit Juni 2019. Den Tiefpunkt hatte das Geschäftsklima im April 2020 erreicht, steigerte sich aber seitdem trotz weiterer Lockdowns auf den jetzigen Höchststand.

Erwartungen leicht gesunken

Mit Blick auf den März haben sich allerdings die Erwartungen der Unternehmer leicht verschlechtert, was auf die dritte Infektionswelle und Problemen bei der Vorproduktion zurückzuführen ist.

"Aufgrund der globalen Nachfrage nach Industrie-Gütern macht sich aber der Engpass bei wichtigen Vorprodukten wie Speicherchips bemerkbar. Es könnte Monate dauern, bis die Lieferprobleme überwunden sind, weshalb sich die Aussichten etwas eintrüben", sagt Dr. Michael Holstein, Chefvolkswirt der DZ BANK.

Von einer sehr guten Nachfragesituation berichteten Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Das aktuelle Geschäftsklima ist hier auf einem Höchststand seit Mai 2018. Bemerkenswert: Die Kapazitäten der Industrie sind zu 86,2 Prozent ausgelastet. Damit liegt die Kapazitätsauslastung über dem vorpandemischen Durchschnitt von 83,5 Prozent. Die Kapazitätsauslastung bezeichnet die gesamte Auslastung von Mitarbeitern und Maschinen eines Unternehmens.

Dritte Infektionswelle macht Handel und Dienstleistungsbranche zu schaffen

Auch der seit Monaten stark eingeschränkte Handel hat sich erholt. Hier hat sich die aktuelle wirtschaftliche Lage verbessert, auch wenn die Erwartungen für die kommenden sechs Monate weiterhin pessimistisch sind. Besonders der Einzelhandel leidet unter den Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Pandemie.

Der zum Anfang des Jahres optimistische Dienstleistungssektor erlitt durch die erneut gestiegenen Infektionszahlen einen Dämpfer. Besonders die Tourismusbranche und das Gastgewerbe leiden unter den Einschränkungen.

Holstein dazu: "Im Dienstleistungsgewerbe hat sich die Lage durch die dritte Coronawelle und die damit verbundene nationale Notbremse-Regelung weiter verschärft. Durch den zu erwartenden Impf-Fortschritt im Mai und Juni kann die gebeutelte Branche allerdings auf eine allmähliche Entspannung hoffen."

Nicht verändert hat sich laut ifo-Institut die Geschäftsunsicherheit. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Gesellschaft und Wirtschaft sind nicht abschätzbar. So zeigt sich über die Branchen hinweg eine konstante Unsicherheit bei den Unternehmen.