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Ufo hält an Streik fest – Eurowings streicht mehr als 170 Flüge

Trotz Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter hält die Flugbegleiter-Gewerkschaft an ihrem Streikvorhaben fest. Für den Wochenbeginn hat Eurowings bereits etliche Flüge abgesagt.

Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Eurowings am Düsseldorfer Flughafen: Die Airline hat bereits etliche Flüge gestrichen. Foto: dpa

Eurowings hat wegen des angekündigten Streiks der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo für Montag, Dienstag und Mittwoch mehr als 170 abgesagt. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um innerdeutsche Verbindungen, wie am Sonntagmorgen aus einer Übersicht auf der Internetseite des Unternehmens hervorging.

Am Freitag hatte Ufo die Flugbegleiter von Germanwings zu einem dreitägigen Streik ab dem kommenden Montag (30. Dezember) aufgerufen. Der Ausstand soll bis einschließlich Neujahr dauern. Für den 1. Januar steht bislang noch nicht fest, welche Flüge ausfallen. Germanwings führt seine Flüge für Eurowings aus. Nach Angaben des Unternehmens gehören 30 der rund 140 Eurowings-Flugzeuge zu Germanwings.

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In einem Schreiben an seine Mitglieder teilte Ufo zuvor mir, dass das kurzfristige Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter im Tarifkonflikt mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo kein Grund sei, den Aufruf zur Arbeitsniederlegung zurückzunehmen. „Die Tarifkommission hat (...) entschieden, dass auf dieser Basis weder rechtlich, noch faktisch, noch aus sonst irgendeinem Grund der Streik abgesagt werden kann“, heißt es in dem Brief der Tarifkommission.

Entgegenkommen der Lufthansa-Tochter verhindert Streik nicht

Ufo habe klare Forderungen gestellt, über die sie auch weiter verhandeln würde, „aber dazu kam leider keine Antwort – außer dieser polemischen Pressemitteilung“. Damit ist eine Mitteilung von Eurowings gemeint, die am Samstagnachmittag an die Öffentlichkeit ging.

In dieser Mitteilung kam die Airline der Gewerkschaft kurz vor der angekündigten Arbeitsniederlegung im zentralen Streitpunkt entgegen: Sie biete „den Tarifvertrag Teilzeit der Lufthansa vollumfänglich und mit sofortiger Wirkung an“, heißt es darin.

Damit stand kurzzeitig eine Absage des Streiks im Raum. Ufo-Sprecher Nicoley Baublies hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt: „Sollte das tatsächlich helfen, werden wir den Streik absagen.“

Ufo droht mit Ausdehnung des Streiks

Im Gespräch mit der Tarifkommission entschied man sich dann aber gegen die Absage – und drohte in dem Brief an die Mitglieder sogar mit einer Ausdehnung des Streiks: „Ganz im Gegenteil fürchten wir, bei der Kommunikation des Managements, dass drei Tage noch lange nicht genug sein werden.“

Die Regelungen zur Teilzeit waren bisher der offizielle Streikgrund. Nach Ansicht von Germanwings entbehrt mit dem jüngsten Angebot „der angekündigte Streik der von Ufo formal angeführten Grundlage“.

Gewerkschaft Ufo: Aufruf zu dreitägigen Streiks

Dabei ist laut Eurowings Teilzeit ohnehin schon „seit vielen Jahren gelebte Praxis im Unternehmen“. Im Jahr 2019 seien für die rund 800 Flugbegleiter fast alle Teilzeit-Wünsche realisiert worden, teilte Eurowings im Zuge des neuen Angebots an Ufo mit. „Lediglich für elf Mitarbeiter konnte deren bevorzugter Wunsch nach Teilzeit aus operationellen Gründen nicht gewährt werden“, heißt es in der Mitteilung. Für diese Einzelfälle einen dreitägigen Streik vom Zaun zu brechen, sei unverhältnismäßig, sagte Germanwings-Geschäftsführer Francesco Sciortino laut der Mitteilung.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren im November rund 1500 Flüge mit rund 200 000 betroffenen Passagieren ausgefallen.

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