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Gas, Öl, Benzin: Preise sinken aktuell kräftig – aus diesen Gründen

Tanken wird wieder günstiger. - Copyright: picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb
Tanken wird wieder günstiger. - Copyright: picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb

Nachdem die Spritpreise Anfang September, zum Ende des Tankrabatts, sprunghaft angestiegen sind, gehen sie im Moment wieder etwas zurück. Nach Angaben der Internetplattform Clevertanken.de liegen die Preise für Diesel aktuell im bundesweiten Durchschnitt bei 1,996 Euro pro Liter, also etwa drei Cent günstiger als in der Woche zuvor. Super E10 liegt aktuell bei 1,872 Euro pro Liter und ist damit etwa sechs Cent billiger als vergangene Woche.

Die günstigen Spritpreise haben auch damit zu tun, dass der Ölpreis gesunken ist: Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 85,16 US-Dollar. Das waren 99 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 94 Cent auf 77,80 Dollar. Damit befinden sich die Preise auf dem niedrigsten Niveau seit Januar.

Als Erklärung für die sinkenden Ölpreise nennen Experten mehrere Gründe: Die Erdölpreise werden durch den Krieg in der Ukraine belastet: Starker Druck kommt zum Beispiel von dem aufwertenden US-Dollar, da er Rohöl für Investoren aus anderen Währungsgebieten rechnerisch verteuert und auf deren Nachfrage lastet.

Viele Zentralbanken haben zudem ihre Zinsen gegen die hohe Inflation stark angehoben. Die steigenden Zinsen trüben die Konjunkturaussichten und dämpfen die erwartete Nachfrage nach Öl, Benzin und Diesel.

Auch Erdgas-Preise sinken kräftig

Auch das europäische Erdgas hat sich am Montag deutlich verbilligt. Am Vormittag sank der Preis des Terminkontrakts TTF für niederländisches Erdgas um gut fünf Prozent bis auf 172 Euro je Megawattstunde. Am Freitag hatte er bei rund 188 Dollar gelegen. Der TTF-Kontrakt gilt als Richtschnur für das europäische Preisniveau. Ende August war der Preis über 300 Euro gestiegen. Allerdings befinden sich die Preise trotz des aktuellen Rückgangs auf einem historisch hohen Niveau.

Den Staaten in Europa ist es zuletzt gelungen, ihre Reserven zügig aufzufüllen. Der Füllstand der Speicher in Deutschland lag zuletzt bei über 90 Prozent. Die großen Lieferungen von Flüssigerdgas sorgen für Entspannung. Damit sind Befürchtungen über Versorgungsengpässe im Winter etwas kleiner geworden. Sie waren aufgekommen, weil Russland praktisch kein Gas mehr nach Deutschland pumpt.

Bundeskanzler Olaf Scholz reiste zudem am Wochenende in die Golfregion, um die Zusammenarbeit bei der Energieversorgung auszubauen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten schloss der Energiekonzern RWE am Sonntag einen Vertrag über eine erste Lieferung von Flüssiggas ab. Zudem wurde eine Vereinbarung über mehrjährige Lieferungen ab 2023 unterzeichnet.

DPA / cb