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Fed bleibt nach Machtwechsel im Weißen Haus geldpolitisch auf ultralockerem Kurs

Reuters
·Lesedauer: 2 Min.

Die US-Notenbank belässt den Leitzins in der Spanne von null bis 0,25 Prozent – auch wegen der Coronakrise. Die Fed zeigt sich besorgt über das langsame Tempo bei der Erholung der Wirtschaft.

Die Notenbank betonte zudem, die weitere Entwicklung der Wirtschaft werde abhängen „vom Kurs des Virus, inklusive dem Fortschritt bei den Impfungen“. Foto: dpa
Die Notenbank betonte zudem, die weitere Entwicklung der Wirtschaft werde abhängen „vom Kurs des Virus, inklusive dem Fortschritt bei den Impfungen“. Foto: dpa

Angesichts der Coronakrise hält die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) an ihrer historisch lockeren Geldpolitik fest. Der Leitzins verbleibt wie erwartet auf dem ultraniedrigen Niveau von 0,0 bis 0,25 Prozent, wie die Zentralbank an diesem Mittwoch erklärte. Dies sei angesichts der Lage am Arbeitsmarkt und der niedrigen Inflation weiter angemessen, hieß es.

Auch die Wertpapierkäufe in Höhe von rund 120 Milliarden US-Dollar im Monat zur Stützung der Konjunktur werden demnach weitergehen. Die Geldpolitik werde weiter „wirkmächtige Unterstützung“ leisten, bis die Erholung der Wirtschaft abgeschlossen sei, versprach Powell. Die Wirtschaft habe sich als wandlungsfähig und widerstandsfähig erwiesen, auch dank der großen Konjunkturpakete, sagte Powell. Aber die Lage am Arbeitsmarkt habe sich zuletzt wieder verschlechtert, mahnte er. Die weitere Entwicklung sei hochgradig unsicher“.

„Die Geschwindigkeit der Erholung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten gemäßigt“, erklärte die Zentralbank. Besonders schwierig sei es für Industriezweige, die direkt von den Auswirkungen der Pandemie betroffen seien. Dazu gehört zum Beispiel das Gastgewerbe.

Die Notenbank betonte zudem, die weitere Entwicklung der Wirtschaft werde abhängen „vom Kurs des Virus, inklusive dem Fortschritt bei den Impfungen“. Powell sagte mit Blick auf die hochgradig wirksamen Impfstoffe: „Hinreichend weit verbreitete Impfungen würden es uns ermöglichen, die Pandemie hinter uns zu lassen und zu normalerem Wirtschaftsgeschehen zurückzukehren.“ Der wirtschaftliche Ausblick für die zweite Jahreshälfte sei daher besser, sagte er.

Powell räumte aber ein, dass es lange dauern werde, genügend Amerikaner zu impfen, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen. Er zeigte sich trotzdem optimistisch: „Es gibt für die Wirtschaft jetzt nichts wichtigeres, als dass die Leute geimpft werden.“ Bislang wurden rund 20 Millionen der 330 Millionen Menschen im Land geimpft.

Nur eine Woche nach der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Joe Biden war bei der Sitzung der Notenbank nicht mit großen Entscheidungen gerechnet worden. Die unabhängige Fed hat bereits mit einer beispiellosen Lockerung ihrer Geldpolitik auf die Coronakrise reagiert.

Hohe Arbeitslosenquote bereitet Sorgen

Insbesondere der Jobmarkt ist trotz der mittlerweile angelaufenen Impfkampagne mit einer Arbeitslosenquote von zuletzt 6,7 Prozent weit von Vollbeschäftigung entfernt. Biden hat das Ziel ausgegeben, 100 Millionen Impfungen in 100 Tagen zu verabreichen.

Zugleich will er im Zusammenspiel mit der Finanzministerin und früheren Fed-Chefin Janet Yellen ein 1,9 Billionen Dollar schweres Konjunkturprogramm durch den Kongress bringen. Damit soll das Millionenheer von Arbeitslosen gestützt, aber auch die Wirtschaft insgesamt belebt werden.