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Fünf Themen des Tages: Gesprächsstoff für heute

Alexander Kell
·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- Tories rebellieren gegen Corona-Gangart, Sorge über US-Wahlauszählung vielleicht überzogen, Börse schwächer, BP-Aktie erst recht, MiFID-Hoffnung für Analysten. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

Tory-Gruppe rebelliert gegen Johnsons Corona-Gangart

Boris Johnsons Politik zur Corona-Eindämmung trifft bei seiner eigenen Partei auf Widerstand im Unterhaus. Eine Gruppe von 40 Tories drängt auf Änderungen am Coronavirus Act, die dem Parlament mehr Mitsprache über neue weitreichende Maßnahmen geben würden. Minister sollen solche nur auf den Weg bringen können, wenn die Abgeordneten vorher die Vor- und Nachteile debattieren konnten. Hinter dem Entwurf steht der einflussreiche Tory Graham Brady. Zu den Unterstützern zählen auch der damalige De-facto-Stellvertreter von Ex-Premierministerin Theresa May, Damian Green sowie die frühere Labour-Vizechefin Harriet Harman.

Sorge über US-Wahlergebnis-Verzögerungen womöglich überzogen

Trader sollten laut Goldman ihre Befürchtungen im Bezug auf Verzögerungen beim US-Wahlergebnis im Zaum halten. Schon am Wahlabend sei mit genügend Informationen zu rechnen, um zu wissen, wer die Wahl gewonnen haben dürfte. Die Wall-Street-Bank verweist dabei auf frühe Ergebnisse, die Wahlbeteiligung, Daten aus den unterschiedlichen Counties und die hohe Korellation von Umfrage-Fehlerquoten. Verschiedene Bundesstaaten gestatten die Auszählung von Briefwahl-Stimmzetteln schon vor dem Wahltag. “Es dürfte aus den Bundesstaaten schon am Wahlabend genug Informationen geben, um den Markt schnell den wahrscheinlichen Gewinner erkennen zu lassen”, so Goldman. “Der S&P kann das wahrscheinliche Ergebnis einpreisen, selbst wenn sich AP dazu noch nicht durchgerungen hat.”

Börse schwächer

Mit der Sorge vor einer Verschärfung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen und ihren wirtschaftlichen Folgen haben die europäischen Börsen am letzten Handelstag der Woche nachgeben. Der Euro Stoxx 50 lag im Mittagshandel 0,8% unter dem Schluss vom Donnerstag, der DAX notierte 1,3% im Minus. Unter den größten Verlierern waren die Titel von Fluggesellschaften. Lufthansa fielen mehr als 5%, die Titel des Flughafenbetreibers Fraport sanken rund 4%. Der Handelsstart des Rüstungselektronik-Unternehmens Hensoldt enttäuschte. Zeitweise notierten die Titel fast zwölf Prozent im Minus. Im Mittagshandel grenzte die Aktie das Minus auf etwas mehr als die Hälfte ein.

BP-Aktie fällt auf 25-Jahres-Tief

In der vergangenen Woche haben BP-Chef Bernard Loone und sein neues Management-Team drei Tage lang versucht, Anlegern die Neuausrichtung des Ölkonzerns hin zur Niedrig-CO2-Zukunft schmackhaft zu machen. Den Aktienkurs kümmerten die insgesamt mehr als zehnstündigen Präsentationen auf den Aktienkurs anscheinend wenig. Am Donnerstag schlossen die Titel auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 1995. “Die Anleger bleiben skeptisch”, sagte Mirza Baig von Aviva Investors, “besonders, weil der Schritt dem Unternehmen durch den Klimawandel aufgezwungen wird.”

EU erörtert MiFID-Erleichterungen zu Research

Mit MiFID II dürfen Asset Manager keine Zuwendungen mehr von Banken entgegennehmen - und dies schließt auch Investmentanalysen ein. Damit haben sie nur die Wahl, auf Research zu verzichten, die Kosten dafür an Kunden weiterzugeben oder sie selbst zu übernehmen. Um die damit verbunden Belastungen zu mindern, schlug die EU im Juli vor, Analyseleistungen im Volumen von bis zu einer Milliarde Euro aus dem “Unbundling”-Teil der MiFID-Direktive auszunehmen. In dieser Woche hat die EU nun informierten Kreisen zufolge erörtert, ob diese Freigrenze ausweitet werden könnte. In den Gesprächen hinter verschlossenen Türen sei auch erwogen worden, die Regelung komplett zu kippen, hieß es.

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