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Fünf Themen des Tages: China hortet, Hafen-Stau, ‘Watschflation’

·Lesedauer: 3 Min.

(Bloomberg) -- China rät zum Horten, HelloFresh klettern, europäische Aktien wenig verändert, Container-Stau legt Transport lahm/Maersk, und die Welt im Griff der Watschflation. Marktteilnehmer könnte heute beschäftigen:

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China rät zum Horten

Die chinesische Regierung hat die lokalen Behörden aufgefordert, während des Winters für eine ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln zu sorgen und die Menschen zu ermutigen, sich mit einigen lebenswichtigen Gütern einzudecken. Dies löste im Internet besorgte Diskussionen aus, die mit der Coronavirus-Pandemie, einem möglichen Kälteeinbruch und zunehmenden Spannungen mit Taiwan zu tun hatten. Die Aktien von Lebensmittelherstellern in China und Hongkong stiegen nach dieser Nachricht sprunghaft an. Weizenfutures in Chicago erreichten unterdessen den höchsten Stand seit 2012. Sprunghaft steigender Nachfrage der Importeure steht ein durch Trockenheit in der Schwarzmeerregion und in Nordamerika eingeschränktes weltweites Angebot entgegen. In Europa wurde gar ein neuer Rekord erreicht.

HelloFresh klettern

HelloFresh-Aktien legten am Dienstagvormittag um bis zu 15% zu, nachdem der Kochboxen-Versender Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt hatte, an denen laut Jefferies kaum etwas auszusetzen war. Die Prognose für das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr wurde auf 57% bis 62% von zuvor 45% bis 55% angehoben, das Margenziel blieb unverändert. Angesichts des Kostendrucks und der Investitionen in Wachstum und Personal sei der angehobene Ausblick beeindruckend, so Jefferies, die die Aktie zum Kauf empfehlen. Laut Bloomberg Intelligence wird das Gewinnwachstum mittelfristig wahrscheinlich hinter der Umsatzentwicklung zurückbleiben, aber die Diversifizierung in die margenstärkere Kategorie Fertiggerichte werde dazu beitragen, den Marktanteil weiter profitabel zu steigern.

Europäische Aktien wenig verändert

Die europäischen Aktien konnten am Dienstag ihr Rekordhoch vom Vortag nicht halten. Starken Unternehmensgewinnen standen Sorgen über das Wiederaufleben von Covid-19 und steigenden Aktienbewertungen entgegen. Der Stoxx Europe 600 Index lag gegen Mittag leicht im Minus. “Die Unternehmensgewinne waren fantastisch”, sagte Marija Veitmane von State Street Global Markets. “Die größte positive Überraschung ist, wie stark die Gewinnmargen sind. Die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen ist einfach fantastisch”. In Deutschland stiegen Fresenius Medical nach Vorlage von Quartalszahlen. PVA TePla fielen nach einer Herabstufung bei der Deutschen Bank.

Container-Stau legt Transport lahm

Von Singapur bis Piräus stapeln sich die Container in den Häfen, die größten Schifffahrtsdrehkreuze der Welt stehen am Rande der Überlastung. Vor Singapur lag der Rückstau am Montag mit 53 auf Anker liegenden Containerschiffen gut ein Fünftel über dem Normalwert. Der Stadtstaat war vergangene Woche mit einer ungewöhnlichen Welle von Covid-19-Fällen konfrontiert und ist wie alle großen Drehkreuze von einem empfindlichen logistischen Ökosystem abhängig. A.P. Moller-Maersk A/S geht davon aus, dass die Schifffahrtsmärkte dank schneller als erwarteter Erholung der Containernachfrage wenigstens bis ins erste Quartal hinein angespannt bleiben werden. Die weltgrößte Reederei sieht nun ein Wachstum des weltweiten Seefrachtverkehrs in diesem Jahr von 7%-9%, ein Prozentpunkt mehr als zuvor prognostiziert.

Die Welt im Griff der Watschflation

Man kann sich über viele Arten von Flation Sorgen machen. Deflation ist inzwischen ziemlich passé. Hyperinflation klingt bislang ein wenig übertrieben. Stagflation ist gerade sehr en vogue, aber auch interpretationsbedürftig. Bloomberg-Reporterin Tracy Alloway probiert es mit “Watschflation” (“Whackflation”). Als würde es rechts und links Ohrfeigen erhalten, schwankt das Preisgeschehen zwischen großen Booms und Busts. Auf Preisspitzen folgen Preisabstürze. Komplexe Systeme, die durch die Pandemie eine Watsche erhalten haben, versuchen, sich zu stabilisieren. Kleine Veränderungen in der Verbrauchernachfrage an einem Ende der Lieferkette können zu großen Schwankungen in der Produktion am anderen Ende führen. “Es gibt in der Physik viele Systeme, die sich nicht vernünftig verhalten”, so Matt King von Citigroup. “Sobald man ihnen eine heftige Watsche versetzt, zeigen sie ein völlig anderes Verhalten. Und wenn sie das tun, kommen sie nicht unbedingt wieder zur Ruhe”. Aktuell schlägt das Pendel in Richtung anziehender Preise - die Inflationsfalken dominieren den Markt.

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