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Ex-Berater: Johnson wollte keine verschärften Corona-Einreiseregeln

·Lesedauer: 1 Min.

LONDON (dpa-AFX) - Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich nach Aussage eines wichtigen Ex-Beraters immer gegen striktere Einreiseregeln wegen der Corona-Pandemie gesträubt. "Grundsätzlich gab es keine richtige Grenzpolitik, weil der Premierminister nie eine richtige Grenzpolitik wollte", sagte Dominic Cummings am Mittwoch in London vor Parlamentsabgeordneten. Gegner werfen Cummings, der einst als mächtigster Mann in der Regierung von Johnson galt, vor, sich dafür zu rächen, dass er die Downing Street im November 2020 im Streit verlassen musste.

Johnson habe sich mit dem Bürgermeister aus dem Film "Der weiße Hai" verglichen, der aus Sorge um den Tourismus die Strände nicht schließt, sagte Cummings. Andere Berater und er hätten Johnson wiederholt aufgefordert, die strikte Grenzpolitik von Taiwan oder Singapur nachzuahmen. Denn es untergrabe die Botschaft an die Briten, zu Hause zu bleiben, wenn gleichzeitig Menschen aus Risikogebieten ins Land reisen dürften. Laut Darstellung von Cummings jammerte Johnson daraufhin, der Lockdown in Großbritannien sei ein schrecklicher Fehler gewesen. Bei einer ernsthaften Grenzpolitik werde die Tourismusbranche zerstört.

Erst viel später führte Großbritannien schärfere Regeln für die Einreise ein. Derzeit gilt ein Ampelsystem: Ankommende aus "grünen" Ländern können ohne Folgen einreisen, für "orange" Staaten - wie Deutschland - ist eine zehntägige Selbstisolation vorgeschrieben und wer aus einem "roten" Land ankommt, muss zehn Tage auf eigene Kosten in Hotel-Quarantäne. Cummings kritisierte, das System sei immer noch nicht gut genug.

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