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Eurozone: Rückgang der Erzeugerpreise schwächt sich weiter ab

LUXEMBURG (dpa-AFX) -In der Eurozone hat sich der Rückgang der Erzeugerpreise im März weiter abgeschwächt. Die Preise sanken gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang um 7,7 Prozent erwartet. Im Februar waren die Erzeugerpreise um revidiert 8,5 (zunächst 8,3) Prozent gesunken. Von Februar auf März fielen die Erzeugerpreise um 0,4 Prozent.

Im Sommer 2022 waren die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, im Jahresvergleich um mehr als 40 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend war vor allem der Krieg Russlands gegen die Ukraine, der Energie und Rohstoffe zeitweise drastisch verteuert hat. Mittlerweile sind die Preise aber wieder spürbar gesunken.

Die Energiepreise gaben im März mit 20 Prozent abermals am deutlichsten nach, allerdings schwächt sich der Rückgang weiter ab. Auch Vorleistungsgüter waren günstiger als vor einem Jahr. Für Gebrauchs-, Investitions- und Verbrauchsgüter musste allerdings mehr gezahlt werden.

Die Erzeugerpreise beeinflussen auch die Verbraucherpreise, denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Die EZB hat im Kampf gegen die Inflation ihre Leitzinsen kräftig angehoben. Zuletzt hat sie die Zinsen aber nicht mehr verändert. Wegen der rückläufigen Inflation gehen die Finanzmärkte von einer ersten Zinssenkung im Juni aus.