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Elon Musks größter Förderer sagt, es könnte bei Tesla „Zeit sein, auf dem Boden zu schlafen“

Hat aktuell nicht allzu viel zu lachen: Elon Musk. Sein Unternehmen Tesla hat mit harter Konkurrenz aus China zu kämpfen. - Copyright: Slaven Vlasic/Getty Images
Hat aktuell nicht allzu viel zu lachen: Elon Musk. Sein Unternehmen Tesla hat mit harter Konkurrenz aus China zu kämpfen. - Copyright: Slaven Vlasic/Getty Images

Laut Adam Jonas, Analyst bei Morgan Stanley, könnte es für Elon Musk an der Zeit sein, eine alte Unternehmensgewohnheit wieder aufleben zu lassen, um den Funken von Tesla neu zu entfachen.

Mit Blick auf die Ergebnisse von Tesla im ersten Quartal fragen sich die Anleger: „Ist es an der Zeit, wieder auf dem Boden zu schlafen?“, so Jonas. Dies sagt er in einer am 18. April veröffentlichten Notiz. Damit bezieht er sich auf die Nächte, die Tesla-CEO Elon Musk in den vergangenen Jahren auf diese Weise verbracht hat. Damit wollte Musk in schwierigen Zeiten zu harter Arbeit ermutigen. Noch vor einem Jahr wäre dies eine unwahrscheinliche Bemerkung des langjährigen Tesla-Anlegers gewesen. Doch nun könnten tatsächlich wieder härtere Zeiten anbrechen. Jonas räumte ein, dass der führende Hersteller von Elektrofahrzeugen von einer Rezession heimgesucht worden sei.

Angesichts der sich verschlechternden Bedingungen und des zunehmenden Wettbewerbs könnte es sogar sein, dass Tesla einen Ausstieg aus der traditionellen Elektrofahrzeugbranche ins Auge fasst. Das Unternehmen hat kürzlich beschlossen, die Pläne für ein preisgünstiges Model 2 aufzugeben. Stattdessen wolle man den Fokus auf autonomes Fahren und Roboterachsen legen. Diese Entscheidung weist auf eine mögliche Entwicklung hin.

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Die Wall Street war von diesem Schritt nicht begeistert. Sie schickte die Aktie in der vergangenen Woche sogar auf neue Jahrestiefststände. „Steigt Tesla aus der (traditionellen) Elektroautoindustrie aus? Teilweise scheint dies so zu sein. Das bedeutet nicht, dass Tesla nicht noch viele Jahre lang Autos (einschließlich neuer Modelle) verkaufen wird. Aber das kann nicht das Endspiel sein“, schrieb Jonas. Des Weiteren fügte er hinzu: „Die von Tesla angestrebte jährliche Wachstumsrate von 50 Prozent ist nicht mehr gültig.“

Der Markt für Elektroautos steht generell vor Herausforderungen aus verschiedenen Richtungen. Diese Herausforderungen umfassen Aspekte wie die Infrastruktur, die Erschwinglichkeit und Reparaturfähigkeit der Fahrzeuge sowie die zunehmende Konkurrenz durch Hybride.

Für Tesla ist dies nicht nur ein Problem im Inland, da billigere chinesische Alternativen tief in die wichtige Auslandsnachfrage eindringen. In letzter Zeit hat dies die Auslieferungen von Tesla im ersten Quartal gebremst. Während diese im vergangenen Jahr um 40 Prozent gestiegen sind, sind sie in den ersten Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent eingebrochen. Da immer mehr Branchenakteure auftauchen, hat das Unternehmen seine Preise gesenkt. Musk hat außerdem schon seit Jahren ein Modell angedeutet, das weniger als 30.000 US-Dollar (ca. 28.100 Euro) kosten soll.

Tesla plant in der Tat ein Fahrzeug für den Massenmarkt. Dieses soll ab dem nächsten Jahr produziert werden. Der Produktionsanstieg werde dazu führen, dass die Arbeiter in der Fabrik übernachten müssen, warnte Musk in der letzten Gewinnmitteilung. Aber selbst wenn es dem Unternehmen gelingen sollte, ein attraktives und erschwingliches Modell zu entwickeln, ist Jonas skeptisch, dass dies eine erfolgreiche Strategie gegen die chinesische Bedrohung ist.

„Wie lange würde es dauern, bis ein chinesisches EV-Unternehmen ein solches Modell zu einem niedrigeren Preis herstellen könnte? Neun Monate? Drei Monate? Weniger?“, sagte Jonas. „Neue Modelle sind wichtig für Tesla. Wir erwarten, dass in den kommenden Jahren ein halbes Dutzend verschiedener ‚Formen‘ und Formfaktoren auf den Markt kommen werden“, ergänzte er. Außerdem fügte er hinzu: „Aber vielleicht hat Tesla bereits gelernt, was die meisten Autoanalysten schon lange über die Autoindustrie wissen“.

Auch sollten Anleger nicht nur auf Teslas Ambitionen im Bereich des selbstfahrenden Autos setzen. Obwohl andere Analysten die vollständig selbstfahrende Technologie als Gegenwind für den Aktienkurs angepriesen haben, sieht Jonas die Kommerzialisierung dieser Entwicklungen in großem Maßstab als weit entfernt an. Die Herausforderungen des Marktes haben den Kurs der Tesla-Aktie seit Jahresbeginn bereits um über 41 Prozent gedrückt. Die Konsenserwartungen müssten sich erst stabilisieren, bevor die Aktie wieder eine Outperformance erzielen könne, so Jonas.

Er hält weiterhin an einer Übergewichtung von Tesla fest, mit einem Kursziel von 310 US-Dollar (entspricht ungefähr 290 Euro). Abgesehen von der Ertragsstärke hänge der Erfolg der Aktie jedoch auch von Musks Vergütungspaket ab, so Jonas weiter. Der CEO hat nämlich schon früher damit gedroht, KI-Kapazitäten von Tesla abzuziehen, wenn er nicht einen Anteil von 25 Prozent am Unternehmen erhält. Das stelle für die Anleger eine existenzielle Unsicherheit dar, so der Analyst.

Die Tesla-Aktien sind im Jahr 2024 bisher um mehr als 40 Prozent eingebrochen. - Copyright: Markets Insider
Die Tesla-Aktien sind im Jahr 2024 bisher um mehr als 40 Prozent eingebrochen. - Copyright: Markets Insider

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