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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 23.05.2022 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 3/ Lagarde: EZB könnte Negativzinsen bis Ende September beenden

FRANKFURT - Das Ende der Negativzinsen im Euroraum naht. "Ausgehend von den derzeitigen Aussichten werden wir wahrscheinlich in der Lage sein, die negativen Zinssätze bis zum Ende des dritten Quartals zu beenden", kündigte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, am Montag in einem von der Notenbank veröffentlichten Beitrag an.

GESAMT-ROUNDUP: Urteil im Kriegsverbrecherprozess - Selenskyj hält Davos-Rede

KIEW/DAVOS/GENF - Im ersten Kriegsverbrecherprozess seit Beginn der russischen Invasion ist ein 21 Jahre alter Russe in Kiew zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Panzersoldat hatte zuvor gestanden, am 28. Februar einen 62 Jahre alten ukrainischen Zivilisten erschossen zu haben. Der Verurteilte hat nun 30 Tage Zeit, um Berufung gegen das am Montag gesprochene Urteil einzulegen. Noch ist es nicht rechtskräftig.

Lindner zu EU-Regeln: 'Sucht nach Verschuldung beenden'

BRÜSSEL - Bundesfinanzminister Christian Lindner rät den EU-Ländern, eine von der EU-Kommission vorgeschlagene Aussetzung der Schuldenregeln für 2023 nicht zu nutzen. "Man kann abhängig werden von Staatsverschuldung, und wir müssen die Sucht nach immer mehr Verschuldung beenden, so schnell wie möglich", sagte Lindner am Rande eines Treffens der Finanz- und Wirtschaftsminister der Euroländer am Montag. Man dürfe der Inflation nicht mehr finanziellen Raum geben. "Wir raten dazu, möglichst keinen Gebrauch davon zu machen, im nächsten Jahr wieder viele Schulden aufnehmen zu können."

UN-Bericht: Negativer globaler Beschäftigungstrend im ersten Quartal

GENF - Die Erholung des globalen Arbeitsmarktes ist laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im ersten Quartal von einer Abwärtsbewegung abgelöst worden. Die Zahl der weltweiten Arbeitsstunden habe in den drei ersten Monaten des Jahres 3,8 Prozent niedriger gelegen als vor der Pandemie im letzten Quartal des Jahres 2019, berichtete die UN-Organisation am Montag in Genf. Im Januar habe der Wert noch 2,4 Prozent unter dem Vor-Krisenniveau gelegen.

ROUNDUP/Weltwirtschaftsforum: Davos zwischen Rezessionsangst und Klimakrise

DAVOS - Im schweizerischen Davos hat die Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) begonnen. 2500 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wollen dabei über Lösungen für internationale Probleme diskutieren. Traditionell findet das Treffen eigentlich Mitte Januar statt, wegen der Corona-Pandemie war es jedoch verschoben worden - nun steht es ganz unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und seiner weltweiten Folgen.

Ukraine-Flüchtlinge können Landeswährung in Euro umtauschen

BERLIN/FRANKFURT - Flüchtlinge aus der Ukraine können von diesem Dienstag (24. Mai) an bei Banken und Sparkassen in Deutschland ihre Landeswährung in Euro umtauschen. Bundesfinanzministerium und Deutsche Bundesbank unterzeichneten nach Angaben vom Montag eine Vereinbarung mit der ukrainischen Nationalbank über ein Umtauschvolumen von zunächst 1,5 Milliarden Hrywnja.

DAVOS: Habeck warnt vor globaler Rezession

DAVOS - Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) sieht die Gefahr einer globalen Rezession. Es gebe derzeit mindestens vier miteinander verbundene Krisen, sagte der Bundeswirtschaftsminister am Montag beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Konkret nannte er hohe Inflation in vielen Ländern, eine Energiekrise, Lebensmittelknappheit und die Klimakrise.

Biden: USA prüfen Abschaffung von Trumps China-Strafzöllen

TOKIO - Angesichts der hohen Inflationsrate prüft die US-Regierung die Abschaffung mancher unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump eingeführten Strafzölle auf Importe aus China. "Ich erwäge das. Wir haben keine dieser Zölle verhängt, sie wurden von der letzten Regierung verhängt", sagte Präsident Joe Biden am Montag in Tokio bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Fumio Kishida. Er werde dies nach seiner Rückkehr aus Asien mit Finanzministerin Janet Yellen besprechen, sagte Biden.

Polen kündigt Gasliefervertrag mit Russland

WARSCHAU - Die polnische Regierung hat beschlossen, ihren schon seit 1993 geltenden Gasliefervertrag mit Russland zu kündigen. Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP am Montag berichtete, bestätigten das sowohl Klimaministerin Anna Moskwa als auch der Regierungsbevollmächtigte für Energie-Infrastruktur, Piotr Naimski.

ROUNDUP 2/Biden: USA würden Taiwan bei chinesischem Angriff verteidigen

TOKIO - US-Präsident Joe Biden hat China mit einer ungewöhnlich klaren militärischen Beistandszusage vor einem Angriff auf Taiwan gewarnt. Die USA hätten eine "Verpflichtung", Taiwan im Angriffsfall zu verteidigen, sagte Biden am Montag in Tokio bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Fumio Kishida. China habe kein Recht, sich Taiwan mit Gewalt einzuverleiben, betonte er. Chinas Verhalten, darunter Militärmanöver und Flüge nahe der Insel, "flirte mit der Gefahr", sagte Biden. Er gehe aber nicht davon aus, dass China tatsächlich versuchen werde, Taiwan anzugreifen.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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