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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.10.2020 - 17.15 Uhr

·Lesedauer: 3 Min.

ROUNDUP 2: EU will weiter mit London verhandeln - trotz Johnsons Ansage

BRÜSSEL/LONDON - Die Europäische Union will weiter mit Großbritannien über einen Handelspakt nach dem Brexit verhandeln - obwohl Premier Boris Johnson von einem Scheitern ausgeht. "Wie geplant wird unser Verhandlungsteam nächste Woche nach London fahren, um die Verhandlungen zu intensivieren", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Freitag auf Twitter. "Die EU arbeitet weiter an einem Deal, aber nicht zu jedem Preis."

ROUNDUP 2/Öffentliche Arbeitgeber: 3,5 Prozent in drei Jahren - Warnstreiks

BERLIN - Knapp eine Woche vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben Bund und Kommunen ein Angebot vorlegt - und sind damit umgehend auf massive Kritik der Gewerkschaften gestoßen. Die Arbeitgeber bieten für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten insgesamt 3,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt in drei Jahresstufen an. Die Gewerkschaften halten das für unzureichend. Sie wollen ihre Warnstreiks auch in der kommenden Woche fortsetzen.

USA: Konsumklima der Uni Michigan hellt sich stärker als erwartet auf

MICHIGAN - Das Konsumklima in den USA hat sich im Oktober stärker als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen stieg gegenüber dem Vormonat um 0,8 Punkte auf 81,2 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer ersten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur mit 80,5 Punkten gerechnet. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen hellten sich auf.

US-Industrie schwächelt am Ende eines starken Quartals

WASHINGTON - Die US-Industrie hat das dritte Quartal mit einer schwächeren Produktion abgeschlossen. Im September fiel die gesamte Herstellung um 0,6 Prozent, wie die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mitteilte. Es ist der erste Rückgang nach vier Zuwächsen in Folge. Analysten hatten im Mittel mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet.

Britischer Regierungssprecher: Verhandlung nur mit Zugeständnissen

BRÜSSEL/LONDON - Die britische Regierung hat sich skeptisch zu weiteren Verhandlungen mit der EU über einen Handelspakt gezeigt. Es mache nur Sinn, dass Chef-Unterhändler Michel Barnier nach London komme, wenn die EU bereit sei, intensiv über den Rechtstext zu sprechen und nicht nur Großbritannien Zugeständnisse abzuverlangen, sagte ein Regierungssprecher am Freitag nach Berichten der britischen Nachrichtenagentur PA. "Andernfalls macht es keinen Sinn, zu kommen."

USA: Einzelhandelsumsätze steigen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze deutlich stärker gesteigert als erwartet. Die Erlöse seien im September um 1,9 Prozent gestiegen, teilte das Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 0,8 Prozent vorhergesagt.

Eurozone: Außenhandel erholt sich weiter von Corona-Schock

LUXEMBURG - Der Außenhandel der Eurozone hat sich im August weiter von dem drastischen Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Ausfuhren stiegen zum Vormonat bereinigt um 2,0 Prozent, die Einfuhren legten um 0,5 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Damit legt der Handel den vierten Monat in Folge zu, nachdem er insbesondere im April eingebrochen war.

Italien: Inflationsrate weiter gesunken

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im September erneut gefallen. Im Jahresvergleich sanken die für europäische Zwecke ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) um 1,0 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Analysten hatten im Schnitt eine leicht niedrigere Inflationsrate auf Höhe der ersten Schätzung von minus 0,9 Prozent erwartet.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.