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Deutsche sehen in der nächsten Legislaturperiode fünf Krisen aufziehen – und vertrauen bei deren Lösung am meisten einer Ampel-Koalition

·Lesedauer: 3 Min.

Finanzkrise, Eurokrise, Flüchtlingskrise, Klimakrise – die 16-jährige Regierungszeit Angela Merkels war krisengeplagt. Doch auch in der kommenden Legislaturperiode sehen die Deutschen fünf große Krisen heraufziehen: 26 Prozent sehen den Klimawandel und Naturkatastrophen als das größte Risiko der kommenden Jahre, 18,3 Prozent Finanz- und Wirtschaftskrisen, 17,3 Prozent die steigende soziale Ungleichheit, 13,4 Prozent Terror und geopolitische Konflikte und 12,7 Prozent die Finanzierung des Rentensystems.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer von der Unternehmensberatung FTI Consulting beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegebenen Umfrage. Die Ergebnisse der Umfrage liegen Business Insider exklusiv vor. Dafür wurden 2501 Personen online befragt, wobei ein statistischer Fehler von 3,2 Prozent zu berücksichtigen ist.

Drohende Klima-Krise: große Unterschiede in der Risikoabschätzung je nach Parteizugehörigkeit

Zudem wurden die Antworten nochmals nach der Wahlabsicht der Befragten aufgeschlüsselt. Dabei ergab sich, dass die Anhänger der Parteien die größten Risiken in den Bereichen sehen, die jeweils als Kompetenzbereiche ihrer Parteien gelten können: Nach Einschätzung von Grünen-, Linken- und SPD-Wählern gelten der Klimawandel sowie die wachsende Ungleichheit als die größten Risiken. Anhänger von Union und FDP sehen dagegen Terror und geopolitische Risiken sowie Finanz- und Wirtschaftskrisen als größte Risiken der kommenden Legislaturperiode.

Insgesamt beurteilt eine knappe Mehrheit der Befragten die Krisenfestigkeit Deutschlands eher positiv: 45,3 Prozent sehen Deutschland als „sehr widerstandsfähig“ oder „eher widerstandsfähig“ an. 42,2 Prozent sind dagegen der Ansicht, dass Deutschland „weniger widerstandsfähig“ oder „gar nicht widerstandsfähig“ ist. 12,5 Prozent sind unentschieden.

SPD-Anhänger sehen Deutschland am besten für kommende Krisen gerüstet

Doch aufgeschlüsselt nach Parteineigung fällt auch das Urteil, ob Deutschland für kommende Krisen gerüstet sei, unterschiedlich aus. Am besten für kommende Krisen gerüstet sehen Deutschland SPD-Anhänger (60 Prozent), gefolgt von Anhängern der Grünen (55,5 Prozent), der CDU/CSU (52,2 Prozent), der Linken (45,9 Prozent) und der FDP (31,6 Prozent). Für am wenigsten krisenfest halten Deutschland AfD-Wähler und -Wählerinnen (6,4 Prozent).

Diese künftigen Krisen zu meistern, trauen die Befragten vor allem einer Koalition zu: der Ampel. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer traut einer Regierung aus SPD, Grünen und FDP am ehesten zu, die anstehenden Krisen zu lösen. Von einer Jamaika-Koalition glauben dies nur etwa halb so viele Befragte (23,1 Prozent) – und von einer großen Koalition gar nur 9,8 Prozent.

Eine absolute Mehrheit hält die Ampel für die fähigste Koalition angesichts möglicher Krisen

Auch auf die Frage, welche Koalition jede einzelne Herausforderung am besten lösen könnte, antwortete die Mehrheit immer: die Ampel. Besonders groß ist das Vertrauen der Befragten in eine solche Koalition bei den Herausforderungen der Klimakrise (50,8 Prozent), der Finanzierung der Altersvorsorge (50 Prozent) und der wachsenden Ungleichheit (53,3 Prozent). Bei den Herausforderungen möglicher Finanz- und Wirtschaftskrisen sowie des Terrors und der Geopolitik ist der Abstand zu einer Jamaika-Koalition zwar kleiner. Doch auch hier trauen die Befragten Rot-Grün-Gelb am meisten zu: 45,8 Prozent beziehungsweise 35,9 Prozent halten die Ampel auch mit Blick auf diese Herausforderungen für die beste Koalition.

Auffällig ist zudem, dass bis zu 17,5 Prozent glauben, keine der genannten Koalitionen werde die kommenden Krisen lösen können.

Die Hälfte der Befragten glaubt, dass die Ampel-Koalition die Finanzierung der Rentensysteme am besten stemmen könnte

Noch höher ist das Vertrauen in die Ampel-Koalition mit Blick auf die wachsende Ungleichheit

Mit Blick auf Wirtschaftskrisen ist der Abstand zwischen beiden Koalitionen am geringsten, obgleich die Ampel immer noch die Wunschkoalition bleibt

Neben Finanz- und Wirtschaftskrisen wird einer Jamaika-Koalition eine gewisse geopolitische Kompetenz zugerechnet

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