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"Und da kommt Max Eberl ins Spiel"

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"Und da kommt Max Eberl ins Spiel"
"Und da kommt Max Eberl ins Spiel"

Liebe Fußball-Freunde,

was war das für eine Gladbacher Woche! Erst scheiden die Fohlen blamabel und hochverdient aus dem Pokal aus, dann setzt es gegen Union Berlin die nächste Bundesliga-Pleite. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Ich glaube, wir sind uns einig, dass es so nicht weitergehen kann. Gladbach steht auf Rang zwölf, nur drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt - spätestens jetzt ist die Lage am Niederrhein wirklich brenzlig.

Im Gegensatz zu manch anderen Kommentatoren sehe ich die Schuld aber nicht bei Trainer Adi Hütter. Ganz im Gegenteil: Ich bin davon überzeugt, dass er weiterhin der richtige Trainer ist. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Effenberg: Die Spieler sind das Problem

Die Probleme sehe ich da eher bei den Spielern. Es scheinen einige dabei zu sein, die das Gladbacher Trikot nicht mehr mit Stolz tragen, die vielleicht das Gefühl haben, woanders besser aufgehoben zu sein.

Dazu gehören aus meiner Sicht Matthias Ginter, Florian Neuhaus, Marcus Thuram oder Alassane Pléa. Ich sage ganz klar: Wenn du solche Spieler nicht mehr einfangen kannst, musst du dich von diesen Spielern trennen. Daran wird kein Weg vorbeiführen.

Und da kommt Max Eberl ins Spiel. Ich vertraue darauf, dass er die richtigen Entscheidungen trifft. Ebenso denke ich, dass er weiterhin auf Hütter setzen wird. Man muss an die Spieler appellieren, es kann nicht immer nur gegen den Trainer gehen. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Denn betrachten wir es einmal ganz genau: Gegen Union hat Gladbach gar nicht schlecht gespielt. Und wichtiger: Die Niederlage liegt auf jeden Fall nicht an Hütter.

Kovac oder Favre? Diese Namen sind mir egal

Deswegen halte ich auch nichts von irgendwelchen Diskussionen über mögliche Nachfolger. Ob Niko Kovac oder Lucien Favre - diese Namen sind mir egal.

Stattdessen darf jetzt nichts schöngeredet werden. Es bedarf einer knallharten Analyse des Kaders. Auf welche Spieler kann ich noch setzen? Du brauchst Spieler, die alles raushauen, die sich für Klub und Fans aufopfern. Hütter muss nun die Richtigen um sich scharen. Das ist seine Aufgabe.

Die Mannschaft kann es ja eigentlich. In drei Spielen gegen Bayern und in einem gegen den BVB hat Gladbach gute bis sehr gute Leistungen gezeigt. Diese Partien zeigen, dass es ja eigentlich eine erfolgreiche Saison zu werden versprach.

Dafür ist es nun zu spät - zu spät für einen Kurswechsel dennoch lange nicht.

Bis bald

Euer Stefan Effenberg

Stefan Effenberg hat 2001 mit dem FC Bayern die Champions League gewonnen. Mit den Bayern und Borussia Mönchengladbach wurde er zudem mehrmals Deutscher Meister und Pokalsieger. Seit Sommer 2018 gehört der 53-Jährige zum festen Experten-Team des STAHLWERK Doppelpass.

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