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Der Crash der Tech-Aktien soll zu Ende sein – dieser Investor verrät, wie ihr jetzt günstig einsteigen könnt

Tech-Investor Jens Rabe hat einen technischen Ansatz, mit dem er Aktien screent. - Copyright: Jens Rabe
Tech-Investor Jens Rabe hat einen technischen Ansatz, mit dem er Aktien screent. - Copyright: Jens Rabe

Erst ging es steil bergauf, dann ebenso steil wieder bergab. Die Aktien von Technologieunternehmen wurden in den vergangenen Jahren gehypt und erhielten weiteren Auftrieb durch die Coronapandemie.

Mit der Inflation und der Angst vor drastischen Zinsschritten verabschiedeten sich dann viele Investoren wieder. Vor allem kleine Unternehmen verloren einen großen Anteil ihres Börsenwerts. Sie mussten Kurseinbrüche von bis zu 80 Prozent hinnehmen.

Wer die Aktien gehalten hat, sieht inzwischen allerdings wieder grüne Zahlen im Depot. Viele Zeichen stehen auf Erholungskurs. Doch schaffen die Tech-Aktien es, ihre Allzeit-Hochs wieder zu erklimmen? Oder folgt bald der nächste Crash?

„Die großen Tech-Unternehmen erholen sich nachhaltig“

Für Jens Rabe von der Finanz-Plattform „Rabe Academy“, stellt sich nicht die Frage, ob sich die Aktienkurse erholen, sondern lediglich wann. Der Investor hat mehr als 25 Jahre Erfahrung an der Börse. Er ist Co-Autor des Buchs „Optionsstrategien für die Praxis“ und berät Unternehmer zum Thema Vermögensaufbau.

„Alle Firmen der Branche, die ein gut funktionierendes Geschäftsmodell haben, werden Geld verdienen und sich erholen“, sagt Rabe. Technologie sei das Thema der Zukunft. Wenn die Notenpolitik die Zinsen weiter erhöhe, würden die Kurse wohl erneut sinken, langfristig werden sie laut Rabe aber steigen.

Eine Überperformance ist unwahrscheinlich

Wenn es darum geht, Tech-Aktien zu bewerten, unterscheidet der Investor zwischen kleinen und großen Unternehmen. „Geschäftsmodelle wie die von Amazon, Alphabet und Apple werden auch in Zukunft gut funktionieren“, sagt Rabe. „Die Aktien der großen Unternehmen werden aber keine Überperformance mehr hinlegen.“ Das sei zumindest statistisch unwahrscheinlich. Für Langzeitinvestoren ist es Rabe zufolge sinnvoll einzusteigen, wenn es Rücksetzer von bis zu 30 Prozent gibt – so wie es in diesem Jahr der Fall war.

Aktiveres Research ist notwendig

Bessere Möglichkeiten, um mit Tech-Aktien Geld zu verdienen, sieht der Profi-Investor allerdings bei kleineren Unternehmen. „Die großen Gewinner der nächsten 15 Jahre sind Firmen, die heute keiner kennt.“ Vor 15 Jahren habe auch noch niemand am Aktienmarkt Apple oder Google gekannt.

Laut Rabe dürfte auch der Crash der kleineren Tech-Aktien nun vorbei sein. „Wir sind gerade in einer Bodenbildungsphase“, sagt er. Deshalb gebe es jetzt gerade gute Einstiegsmöglichkeiten. Um die kleineren Aktien zu finden, sei zwar aktiveres Research notwendig, „aber damit wird richtig Geld verdient.“

Geld fließt in Aktien, die besser laufen als der Nasdaq

Rabe nutzt einen technischen Ansatz und keinen fundamentalen, um passende Aktien zu finden. Screener verraten ihm, welche Aktien auf einem neuen 52-Wochen-Hoch sind. Solche Tools gibt es auch kostenfrei im Internet. Als Beispiel nennt er die Website Finviz, auf der Aktien nach bestimmten Regel ausgewählt werden können.

Damit fokussiert sich Rabe auf Tech-Aktien, die derzeit besser laufen als der Markt. Die US-Technologiebörse Nasdaq bewegt sich noch 19 Prozent unter ihrem Allzeit-Hoch. „Es gibt aber Tech-Aktien, die wieder auf ihrem Allzeit-Hoch angekommen sind“, sagt Rabe, „Auf die würde ich mich konzentrieren, da fließt das Geld jetzt hin.“

Der Kurs dieser Tech-Aktien ist so hoch wie nie zuvor

Eine Aktie, die ihr Allzeit-Hoch bereits wieder erreicht hat, ist etwa Cadence Design Systems, ein Softwareanbieter für Electronic Design Automation. Das Solarenergie-Unternehmen Enphase Energy bewegt sich gerade sogar knapp fünf Prozent über dem bisherigen Hoch von November 2021, nachdem der Kurs zuvor um rund 60 Prozent gefallen war.

Der Halbleiterhersteller On Semiconductor hatte zwischendurch 37 Prozent eingebüßt und hat nun ebenfalls wieder seinen Höchststand von Januar 2022 erreicht. Der Aktienkurs von Aspen Technology ist sogar über 30 Prozent höher als noch im Oktober 2021.

Disclaimer: Aktien, Kryptowährungen und Investments sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.