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Conti-Aufsichtsratschef Reitzle: „Wir haben eine langfristige Nachfolgeplanung“

·Lesedauer: 2 Min.

Der Nachfolger von Vorstandschef Degenhart soll bald berufen werden. Ein Favorit auf den Posten wird bereits gehandelt. Chefaufseher Reitzle will auch die Konzernstrategie neu justieren.

„Wir stellen das Unternehmen komplett neu auf.“ Foto: dpa
„Wir stellen das Unternehmen komplett neu auf.“ Foto: dpa

Nach dem überraschend angekündigten Rückzug von Continental-Chef Elmar Degenhart soll schon bald ein Nachfolger berufen werden. „Wir haben eine langfristige Nachfolgeplanung“, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle am Freitag dem Handelsblatt. „Es wird keinerlei Strömungsabriss geben. Das Unternehmen wird weiterhin schwungvoll nach vorne gebracht werden.“

Degenhart gibt das Amt an der Unternehmensspitze „aus Gründen unmittelbar notwendiger, gesundheitlicher Vorsorge“ bereits Ende November auf. Der Topmanager hatte den nach Bosch derzeit zweitgrößten Autozulieferer der Welt mehr als elf Jahre lang geführt. Über die Nachfolge des Managers werde der Aufsichtsrat auf der nächsten Sitzung Mitte November entscheiden, erklärte Reitzle.

Favorit ist nach Handelsblatt-Informationen aus Industriekreisen Automotive-Vorstand Nikolai Setzer. Reitzle wollte dies nicht bestätigen. Er sagte dazu lediglich, er wolle der Entscheidung des Aufsichtsrats nicht vorgreifen. Setzer sei jedenfalls eingearbeitet und tief in den Themen drin.

Der Rücktritt Degenharts habe ausschließlich gesundheitliche Gründe, betonte Reitzle. Auch die Familie Schaeffler als Großaktionär habe hinter dem Vorstandsvorsitzenden gestanden.

Der Nachfolger müsse nun die laufende Restrukturierung konsequent vollenden. Zudem werde man eine neue Strategie verkünden, die Ende des Jahres vorgestellt werden soll. „Wir wollen die Super-Technologien, die wir haben, organisatorisch bündeln.“ Ziel sei noch stärkeres, profitables Wachstum. „Wir stellen das Unternehmen komplett neu auf.“ An den Abspaltungsplänen für Vitesco ändere sich durch den Wechsel an der Spitze nichts.

„Die Zuliefererindustrie steht nicht gerade an erster Stelle in der Nahrungskette“

Degenhart hatte am Donnerstagabend seinen Rücktritt zum 30. November verkündet. „Nach bis zuletzt großer Kraftanstrengung zum Wohle unserer Organisation wurde mir vor Kurzem die Bedeutung vor Augen geführt, in meiner persönlichen Lebensplanung unverzüglich die Vorsorge für meine Gesundheit in den Vordergrund zu stellen“, heißt es in der Mitteilung des Konzerns.

Der Job eines Conti-Vorstandschefs sei extrem herausfordernd, betonte Reitzle. „Die Zuliefererindustrie steht nicht gerade an erster Stelle in der Nahrungskette der Autoindustrie.“ Schon seit zwei Jahren seien die Absatzvolumina rückläufig, durch Corona habe sich dieser Effekt noch verstärkt.

Durch die strengen Vorgaben der EU-Kommission würden die deutschen Autohersteller benachteiligt. „Die Branche hat den Rückhalt der Politik verloren.“ Gleichzeitig müssten die Unternehmen den Wandel zur Elektromobilität stemmen.