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CDU-Außenexperte Röttgen: Dürfen Putins Machtspiele nicht mitmachen

BERLIN (dpa-AFX) - Deutschland muss sich nach Ansicht von CDU-Außenexperte Norbert Röttgen trotz der wieder angelaufenen Gaslieferungen aus Russland durch die Pipeline Nord Stream 1 auf einen Lieferstopp vorbereiten. Statt wie die Kaninchen auf die Schlange zu starren und abzuwarten, was der russische Präsident als nächstes tue, müsse man sich "darauf einstellen, dass er den Hahn abdreht", sagte Röttgen am Donnerstag im Deutschlandfunk. Auch wenn heute Gas fließe, sei nicht gesagt, dass dies auch nächste Woche oder in einem Monat der Fall sei, machte Röttgen deutlich.

"Putin spielt mit unserer Abhängigkeit, die besteht, und er spielt auch mit unserer Angst", sagte Röttgen. "Es ist ganz wichtig, dass wir lernen, an beiden seiner taktischen, machtpolitischen Spiele nicht teilzunehmen, und darum müssen wir raus aus der Abhängigkeit, so schnell es geht." Röttgen stimmte zu, dass ein möglicher Gasnotstand auch das Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentscheidungen von unionsgeführten Bundesregierungen wäre. Die Aggressivität des Kremlchefs sei in der Vergangenheit ignoriert worden. "Die Lage, die wir haben, ist selbstverschuldet", sagte Röttgen.

Nach Abschluss routinemäßiger Wartungsarbeiten fließt seit Donnerstagmorgen entgegen Befürchtungen vieler wieder Gas durch die deutsch-russische Gaspipeline. Wegen des russischen Kriegs in der Ukraine hatte der Westen Sanktionen gegen Russland verhängt. Russland wiederum stellte Gaslieferungen in europäische Länder ganz oder teilweise ein.

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