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Capri-Sonne-Milliardär Hans-Peter Wild über seinen Yacht-Unfall – und warum Capri Sonne in China und den USA Probleme hat

·Lesedauer: 2 Min.
Capri-Sun-Inhaber Hans-Peter Wild im Jahr 2009
Capri-Sun-Inhaber Hans-Peter Wild im Jahr 2009

Als Unternehmer ist der Capri-Sonne-Milliardär Hans-Peter Wild bereits eine Legende der Nahrungsmittelbranche. Eher unfreiwillig landete er vor ein paar Wochen allerdings einen Youtube-Hit, als er mit seiner 77 Meter langen Superyacht „Go“ gleich zweimal einen Holzsteg vor der Karibikinsel Sint Maarten rammte. Anlässlich seines 80. Geburtstages sprach er nun mit dem „Manager Magazin“ über den Unfall und warum Capri-Sun in den USA und in China zuletzt Probleme hatte.

Beim Yacht-Unfall ist Wild selbst an Bord gewesen, sagte er dem „Manager-Magazin“ — allerdings nicht am Steuer. Um ein Schiff von dieser Größe zu steuern, brauche man eine spezielle Ausbildung, sonst sei das in etwa so „als ob ich einen Jumbo fliegen wollte“. Für die Kollision sei ein Computerproblem verantwortlich gewesen. Die Yacht werde von 12 miteinander vernetzten Computern gesteuert und trotzdem seien die Systeme ausgefallen. Dadurch sei das Schiff dann kurzzeitig manövrierunfähig gewesen. Der in Mitleidenschaft gezogene Steg und auch das Boot sind Wild zufolge mittlerweile aber wieder voll in Schuss — also bereit für die anstehende Geburtstagsfeier im Familienkreis.

Capri-Sun will den Umsatz bis 2025 verdoppeln

Wild sprach auch über die Situation von Capri-Sun. Ab Juli muss das bekannte Kindergetränk aufgrund des EU-Verbots nun endgültig ohne den Plastikstrohhalm auskommen. Inzwischen kämen aber ohnehin nur noch Papiertrinkhalme zum Einsatz und die Verpackung werde bald ebenfalls vollständig aus wiederverwertbaren Folien bestehen, so Wild. Außerdem soll die Marke künftig von einer Stiftung in Liechtenstein weitergeführt werden.

Allerdings lief in den vergangenen Jahren nicht alles rund für das Fruchtgetränk. Eigentlich hatte Wild 2017 angekündigt, Umsatz und Ergebnis innerhalb von drei Jahren verdoppeln zu wollen, was dann scheiterte. Dabei seien vor allem der chinesische und der US-amerikanische Markt ein Problem gewesen, ebenso wie einige europäische Märkte. Kurzum: Überall dort, wo das Unternehmen das Geschäft selbst betrieben hat, sei es gut gelaufen. In den anderen Ländern seien sie für ihre Partner aber nur eine Marke von vielen.

In Deutschland hingegen, wachse Capri-Sun seit Monaten zweistellig, so Wild zum „Manager Magazin“. Weltweit wolle das Unternehmen nun bis 2025 den Umsatz verdoppeln. Schon vor ein paar Jahren hatte es außerdem angekündigt, die Lizenzen von Vertriebspartnern in der ganzen Welt — insbesondere die von Kraft Heinz in den USA — zurückzukaufen. Dann sei aber Corona dazwischengekommen, so Wild. Aktuell sei daher nichts spruchreif.

sb

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