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Boeing in der Krise: Airlines streichen Flüge, Passagiere wollen nicht mehr mit Pannen-Fliegern reisen

Die Boeing 737-Max steht im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit, weil sich an ihr Qualitätsmängel bemerkbar machen. - Copyright: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images
Die Boeing 737-Max steht im Zentrum internationaler Aufmerksamkeit, weil sich an ihr Qualitätsmängel bemerkbar machen. - Copyright: JUSTIN TALLIS/AFP via Getty Images

Die Krise beim Flugzeughersteller Boeing zwingt Airlines nun, ihre Streckenkapazitäten herunterzufahren. Der Billiganbieter Ryanair musste bereits Verbindungen streichen und auch bei der Lufthansa erwarten Reisende zumindest steigende Ticketpreise, wie das „Handelsblatt“ berichtet.

Anhaltende Pannen bei Passagierflugzeugen des US-Herstellers sorgen seit Jahren für Entsetzen. Erst im April verlor eine Maschine des Typs 787-800 beim Start im amerikanischen Denver eine Triebwerkverkleidung, die sogleich auf eine Flügelklappe prallte. Im Januar war während eines Alaska Airlines-Fluges gar eine Tür aus dem Rumpf gerissen worden. Anders als bei zwei tragischen Boeing-Abstürzen in den Jahren 2018 und 2019 blieben Passagierinnen und Passagiere unverletzt.

Vorwürfe, Boeing habe Fehler bei der Verbindung von Rumpfteilen der Maschine zugunsten der Produktionszahlen zugelassen, wie sie beispielsweise der Whistleblower Sam Salehpour bei einer Anhörung vor dem US-Senat äußerte, wies der Konzern zurück.

Reisende spüren Konsequenzen: Boeing beliefert Airlines nicht vollständig

Angesichts der Qualitätsmängel hält Boeing nicht seine Lieferzusagen ein. Wie die „Tagesschau“ schreibt, hinkt Boeing mit der Produktion etwa seiner 737-Max-Modelle hinterher. Der Konzern setze seine Kapazitäten dafür ein, die Probleme bei anderen Typen zu lösen. So habe der Airbus-Konkurrent im ersten Quartal des Jahres 2023 noch 111 Maschinen der 737-Max ausgeliefert, im ersten Quartal dieses Jahres jedoch nur 66.

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Außerdem, schreibt die „Frankfurter Allgemeine“, halte die Bundesluftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten Boeing aus Sicherheitsgründen an, monatlich nicht mehr als 38 dieser Jets fertigzustellen.

Laut dem „Handelsblatt“-Bericht stehen den Airlines zu wenige neue Flugzeuge zur Verfügung als ursprünglich eingeplant. Die Lufthansa habe bereits Pilotinnen und Piloten und Kabinenpersonal für den 787-Dreamliner lizensiert, der nun aber nicht wie versprochen komme. Ryanair habe sein Sommerangebot an Flughäfen wie Dublin, Mailand, Warschau und mehreren Standorten in Portugal minimiert. Der Engpass könne die Flugpreise in die Höhe treiben.

Wie die Zeitung „Blick“ schreibt, suchten Passagierinnen und Passagiere angesichts der Sicherheitsprobleme bei Boeing bereits explizit nach Flügen ohne 737-Maschinen. Die Reisesuchmaschine Kayak ermögliche es Nutzenden, bestimmte Flugzeugtypen herauszufiltern. Unter Kundinnen und Kunden in den USA seien die Anfragen für spezifische Suchen ohne Boeing 737-Max im Januar gegenüber einem geringen Ausgangswert um das 15-fache gestiegen.

mj