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Berliner Bauprojekt zeigt Herausforderungen des sozialen Wohnungsbaus

BERLIN (dpa-AFX) -Die Bundesregierung will pro Jahr 400 000 neue Wohnungen bauen - doch dabei kommt es aus Sicht von Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) auf mehr an als auf die Menge. "Wir müssen zum einen natürlich mehr Wohnungen bauen in Deutschland, die werden gebraucht von ganz vielen", sagte sie am Mittwoch bei der Besichtigung eines Bauprojekts der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Howoge in Berlin. "Gleichzeitig müssen wir mit dem Blick auch auf den Klimawandel so bauen, dass wir Fläche sparen, dass nicht jede Generation immer mehr neue Flächen versiegelt."

Angesichts der äußerst schlechten CO2-Bilanz im Wohnungsbau brauche es zudem zunehmend andere Baumaterialien wie etwa Holz. Das Projekt der Howoge zeige deutlich, wie diese Herausforderungen angegangen werden können, betonte Geywitz gemeinsam mit Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD).

Die Howoge hat am nordöstlichen Stadtteil der Hauptstadt ein bestehendes Plattenbau-Mehrfamilienhaus mit drei weiteren Etagen und 22 neuen Wohnungen aufgestockt. Allein im eigenen Bestand könnten auf diese Weise 500 bis 2000 neue Wohnungen entstehen, schätzt Geschäftsführer Ulrich Schiller. Fachleute sehen in solchen Aufstockungen im Bestand viel Potenzial für den deutschen Immobilienmarkt, sowohl mit Blick auf die Wohnungsnot als auch auf Nachhaltigkeit.