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Baywa: Preissteigerungen auf dem Agrarmarkt

·Lesedauer: 2 Min.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die weltweite Getreideversorgung wird nach Angaben des Münchner Mischkonzerns Baywa <DE0005194062> knapper. Nach einem kräftigen Preisanstieg bei Getreide in diesem Jahr geht der größte deutsche Agrarhändler auch für die nächsten Jahre "nicht von fallenden Preisen aus", wie Vorstandschef Klaus Josef Lutz am Donnerstag sagte. "Die Weltbevölkerung wächst, die Nachfrage steigt. Vor allem die Nachfrage nach Fleisch, und damit wird automatisch auch der Bedarf an Getreide im Rahmen der Futtermittelproduktion weiter ansteigen."

Wegen der Volatilität der internationalen Agrarmärkte sind nach Angaben des Baywa-Chefs aber Preisausschläge in beide Richtungen möglich. In diesem Jahr werden die weltweiten Getreidevorräte nach Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums erneut leicht abnehmen. Zum "Getreide" zählen in der üblichen Definition unter anderem Weizen und Mais, nicht aber Reis, der in Ost- und Südostasien das wichtigste Grundnahrungsmittel ist.

Der Getreidepreis macht bei Brot, Nudeln und anderen Lebensmitteln nur einen vergleichsweise geringen Teil des Endpreises im Einzelhandel aus, doch haben Landwirte und Nahrungsmittelindustrie selbst in mehreren Bereichen mit großen Preissteigerungen zu kämpfen. So ist der Preis von Stickstoffdünger laut Baywa innerhalb eines Jahres um 200 Prozent gestiegen - getrieben durch den rasanten Anstieg der Strom- und Energiepreise. Die Düngerherstellung sei sehr stromintensiv, sagte Lutz.

Das Münchner Unternehmen meldete für die ersten neun Monate kräftige Gewinnsteigerungen in allen Geschäftsfeldern Energie, Agrarhandel und Bau. Der Vorsteuergewinn des MDax <DE0008467416>-Konzerns verdoppelte sich im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2020 nahezu, von knapp 103 auf annähernd 192 Millionen Euro, was der Vorstandschef als "sensationelles Ergebnis" wertete. Der Umsatz legte um gut 17 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro zu. Die Baywa hat in den vergangenen Jahren vor allem das Geschäft mit dem Bau von Solarkraftwerken ausgebaut. In diesem Bereich ging es sehr schnell aufwärts: Der Umsatz schoss um über zwei Drittel auf 2,2 Milliarden Euro in die Höhe.

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