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Arbeitergeberchef Kramer: 'Zu wenig Augenmaß' bei Einschränkungen

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat Bund und Ländern "zu wenig Augenmaß" bei den neuerlichen Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorgeworfen. Zu begrüßen sei die Offenhaltung von Schulen, Kindertagesstätten und Handel. Bei der Schließung von Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sei jedoch "Aktionismus vor sachlicher Begründung gestellt worden", kritisierte Kramer in einer Mitteilung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) vom Donnerstag in Berlin.

"Die Einschränkungen von grundgesetzlich garantierten Freiheitsrechten erschrecken mich darüber hinaus als Arbeitgeberpräsidenten, Unternehmer und Bürger gleichwohl", betonte Kramer weiter. "Meines Erachtens sind die Einschränkung von sozialen Kontakten im privaten Wohnbereich, wie im wirtschaftlichen Bereich mit zu wenig Augenmaß geregelt worden und zu weitgehend getroffen."

Kramer warnte davor, dass die Akzeptanz für die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus in der Bevölkerung verlorengehen könne. "Nicht soziale Kontakte an sich sind das Problem, sondern soziale Kontakte ohne Abstandswahrung. Wer von den Bürgern Verantwortungsbewusstsein verlangt, muss sich aus dem Privatbereich heraushalten, soweit nicht der Einzelfall Anlass dazu gibt."

Kramer, der sein Amt als BDA-Chef nach sieben Jahren bald an den bisherigen Gesamtmetall-Präsidenten Rainer Dulger übergeben will, forderte die Bundesregierung auf, "mit einem breiten Dialog (...) den künftigen Kurs unseres Landes in der Corona-Krise nachvollziehbar festzulegen". Kern müsse dabei "eine Grundrechtsabwägung verschiedener Optionen zur Corona-Bekämpfung sein". Dabei sollten auch Erfahrungen anderer demokratischer Staaten herangezogen werden, die bislang ohne Lockdown erfolgreich durch die Krise gekommen seien, wie beispielsweise Südkorea oder Taiwan. "Die deutschen Arbeitgeber haben in den vergangen Monaten gemeinsam mit Ihren Beschäftigten viel erreicht um die Arbeit in Unternehmen in Coronazeiten sicher zu machen. Diese Veränderungs- und Innovationsbereitschaft erwarten wir auch von der Politik."