Deutsche Märkte schließen in 5 Stunden 57 Minuten

ANALYSE/Deutsche Bank: Bayer-Aktie 'schlicht unterbewertet' - neu: 'Buy'

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank hält die Aktie von Bayer <DE000BAY0017> für "schlicht unterbewertet". Nach den vorgelegten Jahreszahlen sieht Analyst Falko Friedrichs inzwischen deutlich geringere Risiken für ein Investment in die Aktie des Pharma- und Agrarchemieunternehmens. Er strich in der am Mittwoch vorliegenden Studie sein "Hold"-Urteil und empfiehlt das Papier nun zum Kauf. Das Kursziel hob er von 75 auf 85 Euro. Für das von ihm damit erwartete Potenzial von aktuell fast 30 Prozent nennt der Experte gleich eine ganze Reihe an Gründen.

Trotz seines neuen Optimismus betonte Friedrichs, dass er mit seinen Schätzungen für das laufende Jahre ganz am Ende der vom Unternehmen ausgegebenen neuen Prognosen liegt. Damit wolle er mögliche Belastungen durch das neuartige Coronavirus berücksichtigen oder auch womöglich andere externe Faktoren wie schlechte Witterungsbedingungen für das Pflanzenschutz-Geschäft. Mit Blick auf die anhängigen Glyphosat-Klagen und mögliche Strafzahlungen im Zusammenhang mit dem Mittel Dicamba habe er außerdem seine Kostenschätzung angehoben. Statt bislang 10 Milliarden Euro rechnet Friedrichs nun mit einer höheren Summe für Vergleichszahlung in Höhe von 12 Milliarden Euro.

Alles in allem kommt Friedrichs dennoch zu dem Schluss, dass selbst in einem ungünstigen operativen Szenario die erwartete jährliche durchschnittliche Wachstumsrate des Gewinns je Aktie von 10 Prozent bis 2023 für die Bayer-Aktie spricht. Dazu dürfte auch das Pharmageschäft mit einem gesunden Wachstum beitragen. Die beiden Blockbuster Xarelto und Eylea sollten dabei das Segment noch ein paar weitere Jahre stützen.

Mit der Einstufung "Buy" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate den Kauf der Aktie./ck/jsl/eas

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

Veröffentlichung der Original-Studie: 04.03.2020 / Uhrzeit in Studie nicht angegeben / GMT

Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 04.03.2020 / 04:00 / GMT