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Aktien Frankfurt: Vorsicht überwiegt - Gas-Krise, Fed, schwache Quartalszahlen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Engpässe bei der Gasversorgung sowie der bevorstehende Zinsentscheid der US-Notenbank lassen die Aktien-Anleger am Dienstag weiter vorsichtig agieren. Hinzu kommen enttäuschende Quartalszahlen einiger Unternehmen aus dem SDax <DE0009653386> und von der Schweizer Bank UBS <CH0244767585> sowie eine Prognosekürzung des amerikanischen Handelsriesen Walmart <US9311421039>, die die Anlegerstimmung trüben.

Der deutsche Leitindex Dax <DE0008469008> weitete in dieser Gemengelage seine leichten Vortagesverluste etwas aus. Gegen Mittag gab er um 0,31 Prozent auf 13 170 Punkte nach. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen sank um 0,72 Prozent auf 26 442 Zähler. Das Eurozonen-Leitbarometer EuroStoxx 50 <EU0009658145> stand rund 0,3 Prozent tiefer.

Die Gas-Krise bleibt angesichts der Ankündigung Russlands, die Erdgaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 von Mittwoch an erneut zu reduzieren, virulent. Zunehmend belastet die drohende Gasknappheit auch den Ausblick der Exportwirtschaft in Deutschland, wie aus einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht. Die Investoren hätten dieses Thema jedoch bereits größtenteils eingepreist, im Vordergrund stünden aktuell eher Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect.

In der Berichtssaison setzten am deutschen Markt Unternehmen aus dem Nebenwerteindex SDax die Akzente. Der Diagnostikspezialist Stratec <DE000STRA555> verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Lieferkettenprobleme, höhere Kosten sowie eine pandemiebedingte starke Vorjahresentwicklung waren die Gründe dafür. Die Papiere verloren 14 Prozent.

Der Finanzdienstleister Hypoport <DE0005493365> steigerte im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn. Der Aktienkurs legte um 3,3 Prozent zu. Händler sprachen von einer zwischenzeitlichen Kurserholung inmitten des kräftigen Abwärtstrends. Die Titel des Personaldienstleisters Amadeus Fire <DE0005093108> verloren nach Halbjahreszahlen fünf Prozent. Cewe <DE0005403901> verbilligten sich um gut zehn Prozent. Hauck Aufhäuser Investment Banking strich vor den Quartalszahlen des Fotodienstleisters die Kaufempfehlung.

Uniper <DE000UNSE018> rutschten auf ein weiteres Rekordtief und standen zuletzt als erneutes MDax-Schusslicht 5,5 Prozent tiefer. Der angeschlagene Versorger muss wegen der Gas-Drosselung teures Gas am Markt einkaufen, um Verträge zu erfüllen. Das führt zu Liquiditätsproblemen. Goldman Sachs kürzte am Dienstag das Kursziel von 10,00 auf 4,50 Euro.

Heidelbergcement <DE0006047004> aus dem Dax sanken um zwei Prozent. Eine Abstufung durch Exane BNP Paribas auf "Neutral" wirkte sich negativ aus. Deutsche Bank <DE0005140008> gaben nach den Quartalszahlen der UBS um gut ein Prozent nach./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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