Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    18.002,02
    -263,66 (-1,44%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.839,14
    -96,36 (-1,95%)
     
  • Dow Jones 30

    38.589,16
    -57,94 (-0,15%)
     
  • Gold

    2.348,40
    +30,40 (+1,31%)
     
  • EUR/USD

    1,0709
    -0,0033 (-0,31%)
     
  • Bitcoin EUR

    61.562,47
    -731,38 (-1,17%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.395,31
    -22,56 (-1,59%)
     
  • Öl (Brent)

    78,49
    -0,13 (-0,17%)
     
  • MDAX

    25.719,43
    -355,68 (-1,36%)
     
  • TecDAX

    3.353,26
    -47,31 (-1,39%)
     
  • SDAX

    14.367,06
    -256,23 (-1,75%)
     
  • Nikkei 225

    38.814,56
    +94,09 (+0,24%)
     
  • FTSE 100

    8.146,86
    -16,81 (-0,21%)
     
  • CAC 40

    7.503,27
    -204,75 (-2,66%)
     
  • Nasdaq Compositive

    17.688,88
    +21,32 (+0,12%)
     

Aktien Europa: Leichte Verluste - schwache Quartalszahlen von Schwergewichten

PARIS/LONDON (dpa-AFX) -Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Donnerstag leicht nachgegeben. Angesichts der schwachen US-Vorgaben hielten sich die Märkte aber recht gut, zumal steigende US-Futures stützten. Mehr Bewegung gab es bei Einzelwerten, wo Quartalszahlen teils für kräftige Reaktionen sorgten.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor am Mittag 0,22 Prozent auf 4638,32 Punkte. Der französische Cac 40 FR0003500008 büßte 0,76 Prozent auf 7598,44 Punkte ein. Für den britischen FTSE 100 GB0001383545 ging es dagegen um 0,39 Prozent auf 7660,49 Zähler aufwärts. Hier stützten die starken Ölwerte.

Auf den Märkten lasteten die jüngsten Zinssignale der US-Notenbank. "Im März bereits eine Zinssenkung der Fed - dieser Hoffnung hat Fed-Chef Jerome Powell mehr oder weniger eine klare Absage erteilt und damit für Gewinnmitnahmen gesorgt", stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. "Auch weil Powell sich, was einen Zeitplan für einen potenziellen Zinssenkungszyklus angeht, nicht in die Karten schauen ließ."

Die enttäuschten Hoffnungen zeigten sich an den Verlusten zinssensibler Branchen wie Immobilien und Einzelhandel. Die Erwartung von baldigen Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten und später auch in der Eurozone hatten den Immobiliensektor Ende vergangenen Jahres zu einer kräftigen Erholung verholfen.

WERBUNG

Ansonsten waren aber die Veränderungen bedeutender Einzelwerte für die Sektorbewegungen verantwortlich. So drückte das Schwergewicht Roche CH0012032048 den Pharmabereich. Analysten wiesen darauf hin, dass der Pharmakonzern ein überraschend schwaches Schlussquartal hingelegt habe. Auch die Prognosen überzeugten nicht. Die Aktie gab um 4,3 Prozent nach. Zudem gab es schlechte Nachrichten aus Frankreich. Hier hatten Quartalszahlen und der Ausblick von Sanofi FR0000120578 enttäuscht. Der französische Pharmawerte sank um 2,2 Prozent.

Im Bankensektor kam es ebenfalls doppelt schlecht. Die französische Großbank BNP Paribas FR0000131104 hatte mit ihren Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr enttäuscht. Ein Gewinneinbruch im vierten Quartal ließ den Überschuss im Gesamtjahr nicht so stark steigen wie von Analysten erhofft. Zudem wurde die Bank mit Blick auf ihre mittelfristigen Ziele vorsichtiger. Die Aktie sackte um 8,5 Prozent ab.

Auch die niederländische ING NL0011821202 hatte keine frohe Kunde für die Anleger. Für 2024 zeigte sich der Konzern verhalten. Die Zahlen hatten zudem die Erwartungen teilweise verfehlt und der Ausblick war schwach. Letzteres galt auch für den Kurs, der um 8,4 Prozent fiel. Etwas besser sah es mit dem Kurs der Deutschen Bank DE0005140008 aus. Das Institut plant nach einem Gewinnrückgang weitere Einsparungen in Milliardenhöhe.

In anderen Sektoren gab es dagegen positive Überraschungen. Der schwedische Autobauer Volvo Cars SE0016844831 hatte sich nach Rekordergebnissen im Tagesgeschäft des vergangenen Jahres überraschend selbstbewusst für die kommenden Jahre geäußert. Zudem prüft das Unternehmen, seinen Anteil am Elektroautohersteller Polestar zu senken. Die Aktie sprang nach dem schwachen Lauf der vergangenen Monate um rund 20 Prozent nach oben.

Im starken Ölsektor setzten Shell GB00BP6MXD84 Akzente. Der Öl- und Gasmulti will trotz eines Gewinneinbruchs im Schlussquartal weitere Milliarden in Aktienrückkäufe stecken. Eigene Papiere für 3,5 Milliarden US-Dollar (3,2 Mrd Euro) sollen auf Sicht von drei Monaten erworben werden. Die Quartalsdividende soll zudem auf 0,344 Dollar je Aktie steigen. Die Aktie gewann 2,9 Prozent.