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AKTIE IM FOKUS: Leicht erhöhter Ausblick stützt gut gelaufene Infineon-Aktien

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein optimistischerer Ausblick hat die Aktien von Infineon <DE0006231004> am Donnerstag gestützt. Die Papiere des Chipherstellers machten am Vormittag Verluste aus dem frühen Handel von bis zu 2,6 Prozent wett und schwankten zuletzt bei 33,86 Euro um dem Schlusskurs vom Mittwoch. Der deutsche Leitindex Dax <DE0008469008> verzeichnete derweil moderate Gewinne.

Infineon erhöhte nach einem guten Jahresauftakt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr leicht. Der Konzern profitiert aktuell nicht nur von einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld, sondern auch von einem Digitalisierungs-Schub.

Die neuen Prognosen des Unternehmens für den Umsatz und die Segmentergebnis-Marge liegen nur etwas über den bisherigen Schätzungen vieler Analysten. Insofern lösten die neuen Ziele keine Begeisterung bei Anlegern aus, zumal die Aktien in den vergangenen Monaten zu den größten Gewinnern im Dax zählten.

Im bis Ende Dezember laufenden ersten Quartal setzte sich derweil die Erholung im Vergleich zum Vorquartal fort. Wachstumsimpulse kamen unter anderem vom Geschäft mit Chips für die Stromversorgung sowie für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Auch die Quartalszahlen kamen bei den Experten gut an: Die Resultate seien besser als erwartet ausgefallen, schrieb etwa Analyst Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan. Dazu habe unter anderem die starke Nachfrage aus der Autoindustrie beigetragen. Der weltweite Automarkt hat sich nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr 2020 schneller erholt als allgemein gedacht.

Der Experte Malte Schaumann vom Analysehaus Warburg Research ergänzte, Infineon habe insgesamt in puncto Profitabilität die Erwartungen deutlich übertroffen. Laut dem Fachmann David Mulholland von der Schweizer Großbank UBS könnten nun die Markterwartungen steigen.

Die Aktien von Infineon hatten den Corona-Kurseinbruch bereits Anfang Juni wettgemacht. Von da an ging es fast wie am Lineal gezogen weiter nach oben bis auf rund 36 Euro Ende Januar. Dies war der höchste Stand seit 2001. Das Rekordhoch aus der Zeit der Dotcom-Blase stammt vom Juni 2000 und liegt bei 93,60 Euro./la/bek/jha

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