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Ölpreise geben nach - Auf Wochensicht aber Gewinne

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NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Freitag gesunken und haben damit an die Kursverluste vom Vortag angeknüpft. Allerdings konnten sie die Verluste aus dem frühen Handel bis zum Mittag etwas eingrenzen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 43,28 US-Dollar. Das waren 25 Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 36 Cent auf 40,76 Dollar.

Nach einem starken Preisanstieg in der ersten Wochenhälfte standen die Ölpreise zuletzt unter Druck. An den Finanzmärkten rückte die Hoffnung auf einen wirksamen Corona-Impfstoff kurz vor dem Wochenende etwas in den Hintergrund und der starke Anstieg der Neuinfektionen wieder stärker in den Vordergrund.

Außerdem wurde der Markt von einem Anstieg der US-Ölreserven in der vergangenen Woche überrascht. Die offiziellen Daten der US-Regierung zur Entwicklung der Rohöl-Lagerbestände zeigten einen Anstieg um 4,3 Millionen Barrel auf 488,7 Millionen Barrel. Steigende Ölreserven können ein Hinweis auf eine sinkende Nachfrage sein. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur (IEA) am Donnerstag ihre Schätzung für die weltweite Ölnachfrage stark nach unten revidiert.

Trotz der jüngsten Verluste konnten die Ölpreise auf Wochensicht aber unterm Strich zulegen. Seit Montag legte der Preis für US-Öl um mehr als sechs Prozent und der Preis für Rohöl aus der Nordsee um etwa zehn Prozent zu. Neben der Aussicht auf einen Corona-Impfstoff hatte auch der Sieg des Demokraten Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl den Ölpreisen zu Beginn der Woche starken Auftrieb verliehen.