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Krisen-Panik: Warum es falsch ist, Geld unter dem Kopfkissen aufzubewahren

Viele

Menschen sind derzeit verunsichert. Wie sicher ist mein Geld noch bei der Bank? Was passiert, wenn der Euro auseinanderbricht? Das sind verständliche Fragen und ich meine, dass jeder gut daran tut, sich diese Gedanken zu machen und seine Geldanlagen entsprechend auszurichten. Im letzten halben Jahr höre ich aber zunehmend Sätze wie „Es gibt ja eh keine Zinsen, da lege ich mein Geld doch gleich unter die Matratze.“ Und Manche meinen das wörtlich. Dazu ein paar Gedanken.

Gut finde ich, wenn man soviel Bargeld zu Hause hat, dass man davon ein bis zwei Monate seine Lebenshaltungskosten bestreiten kann. Wären die Geldautomaten wirklich mal leer, müsste man sich so nicht in die Schlange in der Bank stellen. Und vielleicht kennen Sie das unangenehme Gefühl, wenn einem mit vollem Einkaufswagen die Geheimzahl einfach nicht einfallen will. Wohl dem, der dann sein Scheinchen zücken kann. Für dieses Geld akzeptiere ich auch den Inflationsverlust. Das Geld wird ja von Monat zu Monat ein bisschen weniger wert.

Schwieriger finde ich die Frage, ob man mehr Geld bar zu Hause liegen haben sollte. Hier sehe ich zwei verschiedene Fälle:

1)    In Hoch-Zeiten der Krise: Bekäme ich wie im Oktober 2008 das Gefühl, die Banken seien nicht sicher und die Krise liefe in eine „panische Phase“, würde ich persönlich nicht zögern, so viel abzuheben wie möglich. Wieder eingezahlt ist es schnell. Ich weiß, dass das System kollabieren würde, wenn alle so reagieren würden. Damals hat Bundeskanzlerin Angela Merkel rechtzeitig verkündet, dass die Gelder sicher seien und es gelang ihr so, Vertrauen herzustellen.

2)    Im ganz normalen Wahnsinn der Eurokrise: Solange die Rettungsschirme Geld haben und die Bereitschaft für weitere Rettungsschirme in der Politik vorhanden ist, ist das Halten von Bargeld die Reinform von Geldvernichtung. Die Inflation frisst Tag für Tag ein Stück Kaufkraft. Nicht zuletzt bedeuten auch 2,5 Prozent Inflation, dass über die letzten fünf Jahre von 1000 Euro nur noch rund 880 Euro Kaufkraft geblieben sind. Über 10 Prozent sind einfach weg.

Nach 10 Jahren sind es nur noch rund 775 Euro. Wollen Sie das? Ziel müsste es doch sein, mit den Geldanlagen wenigstens den Inflationsausgleich zu schaffen - möglichst nach Steuern. Mit Tagesgeldkonten bei Direktbanken schaffen Sie das noch fast, ohne die Flexibilität zu verlieren. Möchten Sie nach Steuern mehr als Inflation verdienen, müssen Sie auch Festgelder mit längeren Laufzeiten hinnehmen.

Wen das noch nicht überzeugt hat: Bargeld zu Hause birgt natürlich das Verlust-Risiko bei Einbruch und Feuer. Über die Hausratversicherung ist das Geld in der Regel nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen gesichert. Diese sollte der „Kopfkissen-Sparer“ in jedem Fall kennen. Ein feuerfester Tresor wäre das Mindeste an Sicherheitsvorkehrung, das Sie sich anschaffen sollten.

Mehr über unsere Finanzexpertin Stefanie Kühn erfahren Sie hier.