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Trump: US-Regierung baut Corona-Testkapazität deutlich aus

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Rund fünf Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA baut die Regierung von Präsident Donald Trump die Testkapazität in der anhaltenden Corona-Pandemie deutlich aus. Trump sagte am Montag (Ortszeit) im Weißen Haus, in den kommenden Wochen werde seine Regierung 150 Millionen Coronavirus-Schnelltests verteilen, die binnen 15 Minuten ein Ergebnis lieferten. In der vergangenen Woche hätten die USA den hundertmillionsten Coronavirus-Test seit Beginn der Pandemie ausgeführt - "viel mehr als jedes andere Land", sagte der Präsident.

Trump sagte, 50 Millionen der 150 Millionen neuen Schnelltests sollten bedrohten Bevölkerungsgruppen etwa in Alten- oder Pflegeheimen direkt zugute kommen. 100 Millionen Tests würden den Bundesstaaten zur Verfügung gestellt. Damit sollten Bemühungen unterstützt werden, die Wirtschaft und Schulen in den Bundesstaaten schnellstmöglich wieder zu öffnen und auch offen zu halten.

"Die Unterstützung meiner Regierung würde es beispielsweise jedem Bundesstaat ermöglichen, jeden Lehrer, der das benötigt, in sehr regelmäßigen Abständen zu testen", sagte der Präsident. Er fügte hinzu: "In kurzer Zeit hat meine Regierung das fortschrittlichste Testsystem der Welt aufgebaut."

Trump sagte, mit der Zunahme der Tests würden auch mehr Infektionen festgestellt werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass bald ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde. Vier Impfstoffe seien in der letzten Testphase. "Mehr als 100 Millionen Dosen werden vor dem Jahresende zur Verfügung stehen." Der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci hatte kürzlich gesagt, er rechne damit, dass bis Jahresende Klarheit über einen Impfstoff herrschen werde und dass Impfungen vermutlich Anfang kommenden Jahres beginnen könnten.

Trump kündigte an, dass die USA die Krise überwinden würden. "Wir werden das Virus besiegen und die Pandemie beenden. Und nächstes Jahr wird eines der großartigsten Jahre in unserer Geschichte werden." Trump ist im Wahlkampf wegen seines umstrittenen Krisenmanagements in der Corona-Pandemie unter Druck geraten. In den USA sind seit Beginn der Pandemie mehr als 200 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus ums Leben gekommen.