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Bundestag setzt Signal für Meeresschutzgebiet in der Antarktis

BERLIN (dpa-AFX) -Der Bundestag hat sich einstimmig für die Einrichtung eines Meeresschutzgebiets im antarktischen Weddellmeer ausgesprochen. Das Parlament stimmte am Freitag ohne Gegenstimmen für einen gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und FDP mit der Unionsfraktion, der die Bundesregierung dazu auffordert, sich bei der am Montag beginnenden Antarktis-Konferenz in Australien für die Schaffung dieses Schutzgebiets einzusetzen. Ein entsprechender EU-Vorschlag stehe dort zur Beratung.

Das antarktische Weddellmeer ist sechs Mal so groß wie Deutschland und Rückzugsgebiet vieler Arten, die sich auf einen eisigen Lebensraum spezialisiert haben - so etwa Seehechte, Krill und Kaiserpinguine. Seit dem Jahr 2016 wird seine Ausweisung als Schutzgebiet regelmäßig beantragt - bislang erfolglos. Die Schutzgebietsfläche im Weddellmeer würde rund 2,2 Millionen Quadratkilometer betragen und wäre das größte Meeresschutzgebiet der Welt.

Die "Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis" (CCAMLR) befasst sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 mit dem Meeresschutz. Der Kommission, die nun zu einer zwölftägigen Konferenz in Australien zusammenkommt, gehören neben der EU 26 Staaten an - darunter auch EU-Staaten wie Deutschland und Frankreich. Obwohl sich 25 der 27 Mitglieder (inklusive EU) dafür aussprechen, das Weddellmeer unter Schutz zu stellen, gab es wegen des Widerstands von China und Russland bislang nie einen Durchbruch. Alle Entscheidungen der CCAMLR müssen einstimmig getroffen werden.

Das Weddellmeer habe ein einzigartiges Ökosystem, heißt es im Antrag der Bundestagsfraktionen. Die Ausweisung als Schutzgebiet hat demnach unter anderem das Ziel, den Belastungen für die Tierwelt durch den internationalen Fischfang vorzubeugen. Außerdem solle ein Signal gesetzt werden, auch andere internationale Meeresgebiete zu schützen und sich dem übergeordneten Ziel zu nähern, bis 2030 insgesamt 30 Prozent der Meeresflächen unter Schutz zu stellen. Bislang sind nur etwa sieben Prozent der Ozeane geschützt.

Es ist bereits das dritte Mal, dass der Deutsche Bundestag die Bundesregierung auffordert, dafür zu sorgen, dass das Weddellmeer unter Schutz gestellt wird. Auch Umweltschützer betonten am Freitag die Dringlichkeit des Anliegens.