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OPEC-Förderkürzung: Öl teurer – hallo Inflation?

Die geplante Drosselung der weltweiten Ölförderung hat die Preise für den Rohstoff in die Höhe getrieben.

Dies schürte Spekulationen auf mehr Inflation, die einige Zentralbanken zum Teil seit Jahren durch expansive Geldpolitik herbeizwingen wollen. Aktien von Ölkonzernen ein. BP, Shell und Statoil stiegen um bis zu vier Prozent.

Oil will pass $60 if OPEC sticks to the terms of its deal, Goldman forecasts https://t.co/vpCzwfNuP9 pic.twitter.com/BtAHF2ciaa— Bloomberg (@business) 1. Dezember 2016

An den europäischen Aktienbörsen dämpfte unter anderem das nahende “Renzirendum” in Italien die Kauflaune der Anleger. Dax und EuroStoxx50 verloren je etwa ein Prozent.

Die Ölsorte Brent aus der Nordsee stieg um bis zu 4,9 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 54,36 Dollar je Barrel (159 Liter). tags zuvor hatte sie sich um knapp neun Prozent verteuert, nachdem sich die OPEC auf die erste Kürzung der Förderquoten seit acht Jahren geeinigt hatte.

Die Ölproduzenten wollen den Ölpreis nach einem Absturz seit Mitte 2014 auf teilweise gut ein Viertel (von 115 auf unter 30 Dollar je Barrel) wieder auf 55 bis 60 Dollar hieven.

Historische Opec-Einigung: Nun könnte das Zeitalter des ultra-billigen Öls vorüber sein. https://t.co/0qWbVpbvNL via welt pic.twitter.com/upz8ZO1oQZ— Holger Zschaepitz (Schuldensuehner) 30. November 2016

Für den Analysten Fawad Razaqzada vom Online-Broker Forex.com, London, ist die Preisrally noch nicht zu Ende. “Ja, Schieferöl-Förderer werden die Produktion hochfahren und damit langfristig den Kursanstieg begrenzen. Kurz- bis mittelfristig werden wir aber höhere Preise sehen.”

HÖHERE INFLATION

Wegen der steigenden Energiepreise wetteten Anleger verstärkt auf raschere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. Bisher rechneten Anleger mit einem Schritt im Dezember und zwei weiteren im kommenden Jahr, sagte UBS-Devisenexperte Constantin Bolz, Zürich. “Werden wir nun drei oder vier sehen?” Diese Spekulationen schwappten über den Atlantik und trieben das europäische Inflationsbarometer auf ein Zehn-Monats-Hoch und die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 0,355 von 0,279 Prozent.

su mit Reuters, dpa